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20260526 ORFIII Drohnenmesse in Wien mehr als Militär Wehrsch

Fernsehen
ORFIII
Berichte Sonstige

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Wien

Insert1: Hlib Lobov, ukrainische Firma Ares

Insert2: Igal Helemski, Regionaldirektor des Konzerns Rafael für Mitteleuropa

Insert3: Stephan Kraschansky; Vertreter der Firma Aaronia

Insert4: Stephan Kraschansky; Vertreter der Firma Aaronia

Insert5: Robert Matousek, Vertreter der Firma Rohde & Schwarz

Insert6: Christian Loew, Firma Thales in Österreich

Gesamtlänge: 4’50

1200 Besucher und mehr als 80 Aussteller zählte jüngst die Drohnenmesse in Wien; vertreten waren auch Firmen aus Israel und der Ukraine, deren Produkte tagtäglich im Einsatz bestehen müssen. Dabei dominieren Drohnen aller Arten das moderne Gefechtsfeld; wie sehr, zeigt auch die Zahl ukrainischer Drohnen-Piloten:

5’00 Hlib Lobov,
„Momentan arbeiten etwa 100.000 Piloten in der ukrainischen Armee. Ich denke, dass es bei den Russen viel mehr sind. Irgendwann wird der Krieg enden, dann werden diese Leute ins Zivilleben zurückkehren. Es gibt Sicherheitsaufgaben, zum Beispiel den Schutz von großen Schiffen auf dem Meer. Warum jetzt spezielle Einsatzkräfte mit Maschinengewehren, Granaten usw. schicken, wenn ein FPV-Drohnenpilot ein Piratenschiff in 10 km Entfernung vom Schiff stoppen kann? Aber dieser Pilot könnte beispielsweise in Österreich fliegen und eine Tankstelle oder ein Geschäft oder irgendetwas zerstören, wenn ihm jemand etwas anbietet.“

Diese Aussage zeigt, wie wichtig Programme zur Reintegration von Veteranen in das zivile Leben sein werden, damit etwa Drohnenpiloten ihr Wissen nicht an falsche Personen verkaufen. Doch noch ist es nicht so weit; noch herrscht Krieg; und FPV-Drohnen, die mit Glasfaserkabeln gesteuert werden, stellen eine besondere Herausforderung dar, weil sie elektronisch nicht gestört und nur schwer aufgeklärt werden können:

04:00 (Helemski)
„Zunächst benötigen Sie gute Sensoren, um die Bedrohung zu erkennen. Andernfalls ist der gesamte Prozess ineffizient. Sobald Sie die Bedrohung mit verschiedenen Arten und Technologien von Sensoren erkannt haben, stehen Ihnen verschiedene Arten von Effektoren zur Verfügung, um sie abzufangen. Das grundlegendste Mittel, wie Sie in den Medien sehen konnten, besteht darin, Schutznetze auszubreiten, um die Soldaten und die Kräfte, die sich in einem bestimmten Bereich befinden, zu schützen. Aber es gibt verschiedene Mittel, um abzufangen; kleine, wiederverwendbare Chip-Effektoren, einige davon präsentieren wir hier.“

Auch diese Firma arbeitet an der Bekämpfung von Glasfaser-gesteuerten Drohnen; dabei geht es nicht nur um militärische Zwecke, sondern auch um den Schutz ziviler Einrichtungen:

1'47'2 - Glasfaser Erkennung und Bekämpfung - 2'15'7
"Die große Frage ist, woher weiß man ... Glasfaser oder Satelliten-gestützt."

Und bei welchen Großveranstaltungen kommt diese Firma mit ihrer Voll-Frequenz-Analyse zum Einsatz?

1'01'4 - Wo überall im Einsatz - 1'14'5
"Wir schützen von Österreich ausgehend ... wie den New York City Marathon zum Beispiel."

Dual use – doppelte Verwendung, zivil und militärisch lautet das Credo der meisten der in Wien vertretenen Firmen. Das gilt etwa auch für Funkaufklärung und die Gewährleistung sicherer Kommunikation:

Robert Matousek
1'38'6 - Rohde und Schwarz in Österreich -
"Wenn Sie in Österreich ein Fahrzeug sehen von der ... Funkgeräte sicherzustellen."

Ein weiteres, Beispiel von „dual use“ ist diese österreichische Tochter einer französischen Firma, die eine wichtige Rolle bei der Flugsicherung spielt; präsentiert wird mir ein taktisches Radar, mit einer Reichweite von bis zu 45 Kilometern:

Loew 42'6 - Taktisches Radar - 1'04'0
"Das Gute, das Interessante an dem Ding ... in allen Krisenregionen."

Entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung ist es, dass mit dem enormen Tempo technischer Entwicklungen auch die Sicherheitsbehörden mithalten können, die bei der Drohnenmesse in Wien als Vortragende und Besucher vertreten waren.