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Berichte Ukraine

Bericht 111 bis 120 von 1335

La Boheme in Odessa

Radio
Kulturjournal

Das Opernhaus von Odessa ist nicht nur die architektonische Krone der Hafenstadt, sondern auch Teil des österreichischen Erbens in der heutigen Ukraine. Denn gebaut wurde es von 1883 bis 1887 nach einem Entwurf der Wiener Architekten Fellner&Helmer, die den Wettbewerb im damaligen russischen Zarenreich gewannen. Mit kurzen Unterbrechungen spielt die Oper auch in dieser Zeit der russischen Aggression; kriegsbedingt gestrichen wurden russische Werke; verstärkt gespielt werden ukrainische Komponisten, doch stark vertreten ist natürlich weiterhin das italienische Fach mit Verdi und Puccini; seine Oper La Boheme hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz jüngst besucht und folgenden Beitrag über ein Opernhaus und Künstler im Krieg gestaltet:

Der Krieg und der Durchhaltewille und die Hilfe

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Neue Post

Fast 18 Monate dauert der Krieg Russlands gegen und in der Ukraine bereits. Waren zu Kriegsbeginn viele von der Kampfmoral und der Einsatzbereitschaft der ukrainischen Streitkräfte überrascht, so herrscht nun nicht nur im Westen Hochachtung vor dem Durchhaltewillen – allerdings nicht nur der Soldaten. Denn ohne die Unterstützung, die Mobilisierung, den Erfindungsreichtum und den Durchhaltewillen vieler Unternehmer hätte das Land dem russischen Angriff bisher nicht statthalten können. Unter Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz schildert diese moralische Haltung nun am Beispiel eines der großen Unternehmen, der sogenannten „Neuen Post“, ein Zustelldienst, der mehr als 30.000 Mitarbeiter in der Ukraine beschäftigt:

Wie steht es nach vier Wochen um die Gegenoffensive? Wehrsch Mod

Fernsehen
ZiB1

Vier Wochen dauert nun die lang erwartete ukrainische Gegenoffensive bereits. Dass große Durchbrüche an der Frontlinie bisher nicht erreicht wurden, musste auch die politische Führung in Kiew einräumen. Bisher gelang es, etwa fünf Kilometer in die Tiefe vorzustoßen und etwa 160 Quadratkilometer zu befreien

La Boheme in Odessa und der Krieg

Radio
Kulturjournal

Das Opernhaus von Odessa ist nicht nur die architektonische Krone der Hafenstadt, sondern auch Teil des österreichischen Erbens in der heutigen Ukraine. Denn gebaut wurde es von 1883 bis 1887 nach einem Entwurf der Wiener Architekten Fellner&Helmer, die den Wettbewerb im damaligen russischen Zarenreich gewannen. Mit kurzen Unterbrechungen spielt die Oper auch in dieser Zeit der russischen Aggression; kriegsbedingt gestrichen wurden russische Werke; verstärkt gespielt werden ukrainische Komponisten, doch stark vertreten ist natürlich weiterhin das italienische Fach mit Verdi und Puccini; seine Oper La Boheme hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz jüngst besucht und folgenden Beitrag über ein Opernhaus und Künstler im Krieg gestaltet:

Die Oper in Odessa zählt zu den architektonischen Prunkstücken dieser Hafenstadt. Besucher nutzen daher sehr rege die Gelegenheit, sich im Inneren des Baus zu fotografieren, der ganz stark an die Wiener Staatsoper erinnert. …

Vor Beginn der Aufführung weist nichts darauf hin, dass Krieg in der Ukraine herrscht und auch Odessa beschossen wird, doch dann erfolgt diese Durchsage:

Bitte lesen:
"Bei Fliegeralarm sind alle Zuschauer verpflichtet, den Luftschutzkeller aufzusuchen, der sich im Theater befindet. Sollte der Alarm kürzer als eine Stunde dauern, wird die Vorstellung fortgesetzt; dauert er länger, wird die Vorstellung beendet, und die Besucher können ihre Karte kostenlos für eine andere Vorstellung eintauschen."

La Boheme, das Werk des Komponisten Giacomo Puccini, zählt auch in Odessa zu den beliebtesten italienischen Opern. Orchester, Chor und Solisten stammen alle aus der Ukraine. …

Im Ensemble vertreten sind fast alle Altersgruppen; so wird die Sängerin der Titelpartie, der Mimi, Marina Najmitenko, heuer erst 30 Jahre alt. Sie ist seit drei Jahren an der Oper in Odessa engagiert: ...

Was motiviert Marina Najmitenko in diesen Zeiten?

2'58'5 - Zeigen, dass es wert ist - 3'16'5
"Wir sind bestrebt, in diesem Theater an den Sieg zu denken, und dass die Welt sieht, dass hier Menschen sind, für die man kämpfen muss."

Najmitenkos Partner in La Boheme ist Vladislav Goraj; der 58-jährige singt die Rolle des Rodolfo …

Die Bedeutung der Oper in Kriegszeiten sieht Vladislav Goraj so:

1'56'9 - Einsteigen in diese Oper total - 3'08'1
"Wenn ich diese Oper singen, dann bin ich eine handelnde Person in diesem Stück; und dann lebe ich diese Rolle, und ich fühle keinen Einfluss des Alltags, weil diese Geschichte so genial ist, dass sie völlig ausreicht. Ich glaube, dass uns diese Opern ablenken von unserem Alltag, der uns belastet. Deswegen kommen die Leute in die Oper, um abgelenkt zu werden, und das ist jetzt unsere Mission."

Alle Künstler sind von patriotischem Geist durchdrungen und waren und sind auch als freiwillige Helfer im Einsatz. Ein Beispiel dafür ist der Sänger Dmitro Pawljuk; er verkörpert in der Oper die Rolle des Philosophen Colline, der am Schluss noch seinen Mantel opfert, um Medikamente für Mimi zu kaufen …

Die Symbolik der Mantelarie beschreibt Dmitro Pawljuk so:

Pawljuk 4'12 - Mantelarie und die ukrainische Realität - 5'10'2
"Als der Krieg begann, wenn Menschen sterben und fliehen müssen, dann singst Du alles, unabhängig vom Stück, unter diesem Gesichtspunkt, was jetzt in unserem Land geschieht. Das gilt auch für die Mantelarie; ich spreche nicht gerne darüber, aber natürlich helfe ich, soweit es meinen Möglichkeiten entspricht; dazu zählen die Streitkräfte, aber auch Binnenflüchtlinge. Somit drückt auch diese Arie den Wunsch aus, dass man mehr den Menschen helfen möchte, die es brauchen."

Alle Sänger und Sängerinnen stimmen darin überein, dass sie gerade in Kriegszeiten eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Moral und Widerstandskraft der Bevölkerung spielen. Das unterstreicht auch Alina Tkatschuk, die in La Boheme die Rolle der Musette verkörpert; die 35-jährige schildert aber auch die seelischen Belastungen, denen sie als Mensch und Sängerin ausgesetzt ist:

Tkatschuk 4'18'1 - Alarm und psychische Belastung - 4'50'1
"Es ist etwas schwierig, wenn du die Sirenen hörst; du wirst erschöpft, weil du dich fürchtest, und danach ist es schwieriger zu arbeiten. Als ich die Gilda im Rigoletto sang, war das sehr schwierig, weil ich die ganze Nacht davor nicht geschlafen habe. Doch ich lasse mich von der Kraft meines Volkes inspirieren, und ich verstehe, dass ich Stand halten muss an meiner kulturellen Front und zu singen habe."

Das Orchester der Oper von Odessa leitet Igor Ternetski; er ist 54 Jahre alt, stammt aus der Westukraine, lebt und arbeitet aber bereits mehr als 30 Jahre in Odessa. Den Einfluss des Krieges auf seine Arbeit beschreibt der Dirigent so:

Igor Tschernetski 1'50'1 - Einfluss Krieg auf Repertoire - 2'31'3
"Wir haben dem russischen Repertoire völlig entsagt. Immer wieder werden Aufführungen aber auch Proben durch Fliegeralarm unterbrochen. Viele Solisten mit kleinen Kindern sind ins Ausland gegangen. Somit hat der Krieg großen Einfluss; dazu zählt die Angst der Menschen; andererseits wurde das Gemeinschaftsgefühl im Volk gestärkt, das stärker und überzeugter ist, dass der Feind den Sieg nicht erringen kann."

In diesem Sinne zählte zu den Besuchern der Aufführung auch ein Kontingent ukrainischer Soldaten in Uniform. Grundsätzlich war das Publikum gemischt; zum ersten Mal in der Oper waren Vasilij und Anastasija; beide waren von La Boheme tief beeindruckt:

20230624 Vasilij i Anastasija

21'9 - Motive - 33'5
"Wir wollten etwas Helles und Reines, etwas Hohes; angesichts der bestehenden Lage wollten wir etwas Helles und Echtes."

1'09'5 - Super - 1'13'4
"Ich bin begeistert. Mir fehlen die Worte."

Regelmäßige Opernbesucher sind die beiden Jelenas, Damen in den besten Jahren. Beide bedauern die Einschränkung des Repertoires:

20230624 Jelena i Jelena vox pops opera Boemi Odessa
1'21'5 - Italienisch und Russisch - 1'57'7
„Ein wenig sehnen wir uns nach den russischen Opern. Es ist sehr schade, dass Ballette gestrichen wurden wie Schwanensee mit der Musik von Tschaikowski. Das ist sehr traurig, doch wir hoffen, dass irgendwann die Zeit kommt, wo diese Musik wieder gespielt wird, denn das ist ein großer Verlust für das Theater und für uns."

Dieser Zeitpunkt ist ebenso wenig absehbar wie ein Kriegsende; bleibt zu hoffen, dass er ein glücklicheres Ende findet als die Oper La Boheme …
Mimi …. Finale

 

La Boheme in Odessa

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ORF III

Das Opernhaus von Odessa ist nicht nur die architektonische Krone der Hafenstadt, sondern auch Teil des österreichischen Erbens in der heutigen Ukraine. Denn gebaut wurde es von 1883 bis 1887 nach einem Entwurf der Wiener Architekten Fellner&Helmer, die den Wettbewerb im damaligen russischen Zarenreich gewannen. Mit kurzen Unterbrechungen spielt die Oper auch in dieser Zeit der russischen Aggression; kriegsbedingt gestrichen wurden russische Werke; verstärkt gespielt werden ukrainische Komponisten, doch stark vertreten ist natürlich weiterhin das italienische Fach mit Verdi und Puccini; seine Oper La Boheme hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz jüngst besucht und folgenden Beitrag über ein Opernhaus und Künstler im Krieg gestaltet:

Wasserknappheit als enormes Problem

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In der Ukraine wird die Wasserversorgung für hunderttausende Menschen aber auch für die Landwirtschaft zum massiven Problem. Ein Grund dafür ist die Sprengung des Dammes bei Nova Kachovka; doch durch den Krieg wurden auch die Leitungssysteme für andere Städte beschädigt oder zerstört; daher ist die Bevölkerung nicht nur gezwungen zu sparen, sondern auch regelmäßig Wasser an festgelegten Punkten in den Städten zu holen. Unser Korrespondent Christian Wehrschütz war in ukrainischen Städten und Dörfern unterwegs, um sich ein Bild über die Wasserversorgung nach der Zerstörung des Kachovska Dammes zu machen:

Wasserversorgung Ukraine

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ORF III

 

In der Ukraine wird die Wasserversorgung für hunderttausende Menschen aber auch für die Landwirtschaft zum massiven Problem. Ein Grund dafür ist die Sprengung des Dammes bei Nova Kachovka; doch durch den Krieg wurden auch die Leitungssysteme für andere Städte beschädigt oder zerstört; daher ist die Bevölkerung nicht nur gezwungen zu sparen, sondern auch regelmäßig Wasser an festgelegten Punkten in den Städten zu holen. Unser Korrespondent Christian Wehrschütz war in ukrainischen Städten und Dörfern unterwegs, um sich ein Bild über die Wasserversorgung nach der Zerstörung des Kachovska Dammes zu machen:

Wasserkanppheit in der Ukraine

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In der Ukraine wird die Wasserversorgung für hunderttausende Menschen aber auch für die Landwirtschaft zum massiven Problem. Ein Grund dafür ist die Sprengung des Dammes bei Nova Kachovka; doch durch den Krieg wurden auch die Leitungssysteme für andere Städte beschädigt oder zerstört; daher ist die Bevölkerung nicht nur gezwungen zu sparen, sondern auch regelmäßig Wasser an festgelegten Punkten in den Städten zu holen.

Prigoschin aus ukrainischer Sicht

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ORFIII

 

Die Ereignisse am Samstag in Russland im Zusammenhang mit dem Chef der Söldner-Truppe Wagner, Evgenij Prigoschin, sind natürlich auch in der Ukraine mit größter Aufmerksamkeit verfolgt worden. Dabei war die politische Führung in Kiew sowohl mit Aussagen als auch militärische eher zurückhaltend; diesen Umstand für Medien in den USA auf westliche Interventionen zurück, weil in dieser unklaren Lage für den Westen die Sicherheit der russischen Atomwaffen im Vordergrund stand; über den Fall Prigoschin und die Folgen für die Ukrasine hat in Kiew unser Korrespondent Christian Wehrschütz mit dem Politologen Lew Bondarenko, gesprochen, der das Zentrum „Ascolta“ leitet, das sich intensiv mit der Analyze der Entwicklungen in Russland befasst; hier sein Bericht:

Der Fall Prigoschin aus ukrainischer Sicht

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Die Ereignisse am Samstag in Russland im Zusammenhang mit dem Chef der Söldner-Truppe Wagner, Evgenij Prigoschin, sind natürlich auch in der Ukraine mit größter Aufmerksamkeit verfolgt worden. Dabei war die politische Führung in Kiew sowohl mit Aussagen als auch militärische eher zurückhaltend; diesen Umstand für Medien in den USA auf westliche Interventionen zurück, weil in dieser unklaren Lage für den Westen die Sicherheit der russischen Atomwaffen im Vordergrund stand; über den Fall Prigoschin und die Folgen für die Ukrasine hat in Kiew unser Korrespondent Christian Wehrschütz mit dem Politologen Lew Bondarenko, gesprochen, der das Zentrum „Ascolta“ leitet, das sich intensiv mit der Analyze der Entwicklungen in Russland befasst; hier sein Bericht:

Bericht 111 bis 120 von 1335

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