20260926 MiJ Ukraine die Bevölkerung und der kommende Winter Wehr Mod
Angriffe auf Lagerhäuser großer Unternehmen, vom Getränkehersteller bis zur Tabakindustrie, der gezielte Beschuss von Tankstellen und Lokomotiven – Russland führt nun viel umfassendere Angriffe auf die Wirtschaft und die Infrastruktur der Ukraine durch; außerdem sind die Angriffe viel zahlreicher und die Luftabwehr viel geschwächter, sodass auch ihre Wirkung viel höher ist. Andererseits hat sich die Ukraine durch Schutzbauten sowie durch den Ankauf von Turbine und eine dezentralisierte Stromerzeugung besser vorbereitet. Vorbereitet haben sich auch viele Bewohner Kiews, wie die pensionierte Krankenschwester Wita erzählt,
Wita Dontschenko, pensionierte Krankenschwester
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„Als der Strom im Winter des Vorjahres immer wieder ausfiel und in unserem Haus sehr viele Menschen mit kleinen Kindern lebten, beschlossen wir, als Erstes einen Generator zu kaufen, damit wir nicht ohne Licht dasitzen mussten. Außerdem muss man in einem 25-stöckigen Gebäude die Treppen hinaufgehen. Zu Fuß ist das sehr schwierig – besonders mit Kinderwagen sowie kleinen und großen Hunden.“
Und wie finanziert die Hausgemeinschaft den Treibstoff; Diesel kostet in der Ukraine bereits zwei Euro, während Witas Pension umgerechnet nur 600 Euro beträgt:
*1:40* Geld sammeln
„Alle Bewohner steuern Geld bei. Dieses Geld wird für Treibstoff verwendet. Die Beiträge werden das ganze Jahr über gesammelt. Es gibt keinen Monat, in dem die Bewohner nichts für den Treibstoff, also Diesel, zahlen. Auch wenn der Diesel teurer wurde, haben wir weiter eingekauft, damit wir einen Vorrat haben.
Mental auf den Winter eingestellt ist Dmitro; die Grundversorgung der Bevölkerung sei gewährleistet; das Hauptproblem sieht er in der Energie-Versorgung:
„Strom ist das Problem. Ich wohne allerdings in einer Gegend, in der es in der Nähe ein Restaurant und viele Cafés gibt. Grundsätzlich findet man dort immer etwas zu essen. Außerdem wissen wir, dass die Lokale Generatoren haben. Mit dem Essen gibt es daher keine Probleme. In den Supermärkten gibt es auch fertige Speisen. Sie schmecken sehr gut und sind trotz der Preissteigerungen weiterhin erschwinglich.“
Dmitro arbeitet in der Logistik eines amerikanischen Unternehmens, ist daher finanziell wohl bessergestellt als viele Durchschnittsbewohner. Ein Damoklesschwert für alle könnten Engpässe bei der Wasserversorgung sein, sollte der Luftkrieg weiter eskalieren.
Kirilo. Assistent am Lehrstuhl für Informationstechnologien, aus Kiew*
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„Es ist ziemlich schwierig, sich auf etwas vorzubereiten, wenn man nicht weiß, wie die Wetterbedingungen tatsächlich sein werden und wie der Winter verlaufen wird. Ich bereite mich darauf vor, indem ich zum Beispiel eine Ladestation, Powerbanks und einige kleine Solarpaneele habe, mit denen man etwa eine Lampe aufladen kann. So hat man nachts zumindest irgendwie Licht.“
2’07:
„Das Gehalt deckt gewissermaßen nur die grundlegenden Ausgaben. Viele Menschen leben außerdem von ihren Vorräten. Ich habe zum Beispiel Verwandte, die mir gelegentlich Dinge mitbringen oder schicken. Dadurch bekommt man zusätzliche Unterstützung.“
Anna: (29), Landschaftsarchitektin, lebt in Kiew
1’25
„Wenn man von Woche zu Woche denselben Betrag für Lebensmittel oder Benzin zurücklegt, merkt man, dass man diesen Betrag bereits erhöhen muss. Nicht erst nach einem Monat, sondern schon nach einer Woche. Man spürt es sehr deutlich.“