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20260928 ORFIII Ukraine die Bevölkerung und der kommende Winter Wehr Mod

Fernsehen
ORFIII
Berichte Ukraine

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ukraine

Insert1: Irina, Pensionistin in Odessa

Insert2: Irina, Pensionistin in Odessa

Insert3: Michail, Automechaniker in Odessa

Insert4: Hrihorij Kukuruza, ukrainischer Wirtschaftsexperte

Gesamtlänge:

Die Hafenstadt Odessa hat für ukrainische Exporte enorme Bedeutung; daher ist diese Stadt ein Ziel, das Russland ganz massiv bombardiert. Die Bewohner sind bemüht, sich je nach ihren Möglichkeiten auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten:

Irina, Pensionistin in Odessa
**0:14**
„Jetzt haben wir einen kleinen Gaskocher mit einer Gasflasche angeschafft. Das ist sehr praktisch: Man kann etwas aufwärmen und sogar Brei, Eier oder Kartoffeln zubereiten. Im Moment ist das unsere Rettung, denn wir haben Elektroherde. Ohne Strom könnten wir nichts mehr kochen.“

Irina ist ebenso bereits in Pension wie ihr Mann. Finanziellen Spielraum haben die beiden kaum:

Irina, Pensionistin in Odessa
**1:45**
„Meine Rente beträgt 70 Euro, die meines Mannes ebenfalls knapp 70 Euro. Das ist sehr schwer. Die Nebenkosten sind doppelt so hoch geworden, Wasser ist dreimal so teuer, und auch der Strom ist teurer geworden.“

Ebenso gering ist die Invalidenrente, die der Mechaniker Michail bezieht. Auch in der Werkstatt sind die Einnahmen beschränkt; Not macht auch in seinem Fall erfinderisch:

2’01 Michail, Automechaniker
**2:01**
„Als Generator nehme ich die Autobatterie heraus und bringe sie nach Hause. Das ist dann die gesamte Beleuchtung. Danach muss ich wieder zur Arbeit fahren, die Batterie wieder einbauen und den Wagen starten – so wird sie wieder aufgeladen.“

Diesel kostet in der Ukraine schon fast zwei Euro je Liter; etwas billiger noch ist Benzin. Tankstellen sind kein sicherer Ort mehr; 300 hat Russland bereits zerstört.

Stark zugenommen haben auch die Zerstörungen von Betrieben und großen Lagern großer Unternehmen. Trotzdem blickt der Wirtschaftsexperte Hrihorij Kukuruza der kalten Jahreszeit eher gelassen entgegen:

36:17
„Der vergangene Winter war außergewöhnlich kalt – der kälteste seit 2020. Wahrscheinlich wird dieser Winter wärmer.
Zweitens war man im vergangenen Jahr weniger gut vorbereitet. In diesem Jahr wurden tatsächlich umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Die Regierung hat sich das ganze Jahr über auf den Winter vorbereitet.
Es gab Resilienz-Pläne. Große Siemens-Turbinen mit einer Leistung von jeweils 100 Megawatt wurden zur Stromerzeugung installiert. In diesem Jahr wurden außerdem mehr Anlagen geschützt und viele neue Erzeugungskapazitäten geschaffen.“

Trotzdem ist die Unsicherheit unter den Bewohnern großer Städte beträchtlich. Wer kann, hat sich ein Ausweichquartier auf dem Land besorgt oder im Westen der Ukraine Wohnraum beschafft, weil dort die russischen Angriffe geringer sind als in anderen Landesteilen.

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