2026 0518 Ö1Ö2Ö3NR Lokalaugenschein im Drohnenkrieg Wehrsch Mod
Vor Beginn des großen Krieges vor mehr als fünf Jahren gab es in der Ukraine keine zehn Drohnenproduzenten; nun sind es etwa 500. Entwicklung und Bau erfolgen oft in Kellern, insbesondere durch junge Ukrainer, die nicht nur Techniker, sondern auch Quereinsteiger sind. Produktion, Steuerung und der Einsatz in Frontnähe erfolgen dezentral, um dem russischen Angreifer so wenig wie möglich große Ziele zu bieten. Einen dieser Drohnen-Hubs besuche in der Stadt Kramatorsk in der Ostukraine. Im Keller treffe ich den 34-jährige Juri; wie rasch ändert sich die Technik, frage ich ihn:
„Im Durchschnitt alle zwei bis drei Monate. An der Front kommt es zu kritischen Situationen, die den Verlauf der Kampfhandlungen stark verändern können.”
Denn auch der russische Gegner schläft nicht; somit ist der Drohnenkrieg auch ein technologischer Wettlauf, der den Ausgang des Krieges massiv beeinflussen.