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20260302 Aktuell nach Eins Ukraine Skifahren im Krieg Wehrsch Mod

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Aktuell nach Eins
Berichte Ukraine

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Westukraine

Insert1: Jura, (19), arbeitet im Schiverleih im Schigebiet Plaj

Insert2: Viktor und Olexandra, Urlauber aus Lemberg

Insert3: Volodimir (19), Skilehrer im Schigebiet Plaj

Insert4: Maxim, Zuständig für Schischule und Schiverleih in Plaj

Gesamtlänge: 3‘03

Schneekanonen statt russischer Drohnen, Nachtschifahren statt Stromengpässen in Kiew – das kleine Skigebiet Plaj in den Karpaten zwei Autostunden von der Grenz-stadt Uschgorod entfernt – dokumentiert die Widersprüchlichkeit in der Ukraine.

Die Organisation ist professionell und freundlich zugleich; das zeigt sich bereits beim Skiverleih; es dominiert eine Marke, die eine österreichische Firma im Grenzgebiet zu Ungarn seit vielen Jahren produziert.

Jura 0:01

„Das Set der Kategorie A kostet umgerechnet 18 Euro. Das ist ein Helm, Schuhe, Stöcke und Ski. Ohne Brille. Die Brille kostet plus fünf Euro. Es gibt die Kategorie B, eine etwas einfachere Klasse. Das kostet 13 Euro; die Ausstattung ist die gleiche.“

90 Prozent der Urlauber leihen sich die Ausrüstung aus, ehe es dann Richtung Pisten geht. Für österreichische Verhältnisse günstig sind die Liftkarten. Eine Tageskarte von neun bis 21 Uhr kostet 25 Euro. Die meisten Urlauber kommen aus der Westukraine; manche waren vor dem Krieg auch in Österreich auf Skiurlaub. Was motiviert zum Skifahren in Kriegszeiten?

0’48 (prema kraju) Viktor

„Skifahren gibt immer die Möglichkeit, abzuschalten. Wenn du auf dem Berg bist, auf der Piste, denkst du an die Pisten, an die Skier, an die Technik. Wenn du dir Ziele setzt, um mehr zu lernen, schaust du, wie die Skilehrer fahren. In diesem Moment schaltet dein Verstand vollständig um; und das ist Erholung.“

Die Skilehrer sind alles Ukrainer; 12 Stunden mit einem Lehrer kosten 180 Euro. Volodimir ist 19 Jahre alt; er arbeitet bereits die zweite Saison als Skilehrer:

0’39 Volodimir

„Die Ausbildung dauert 10 Tage. Ich bin Skilehrer der Kategorie C. Das ist ein Fähigkeitslevel, den ein Lehrer zu 100 Prozent beherrscht und mit dem er seine Kunden unterrichten kann.“

Zum Skigebiet zählen drei Hotels mit etwa 400 Betten; in der besten Kategorie kostet ein Doppelzimmer mit Frühstück knapp 140 Euro pro Tag, ist also nicht nur für ukrainische Verhältnisse nicht billig. Trotzdem sind die Hotels ausgebucht. Zur Sicherheit sind alle Hotels und Lifte mit Generatoren ausgestattet, die den Betrieb rund um die Uhr gewährleisten. Und wie wichtig sind auch hier Schneekanonen?

Maxim 9:19

„Künstlicher Schnee ist sehr wichtig; ohne ihn gäbe es hier wahrscheinlich schon keine Saison mehr. Natürlichen Schnee gibt es in den vergangenen Jahren wegen der globalen Erwärmung äußerst wenig.“

Auch daher dauert die Saison hier in den Karpaten vier Monate; jeder Tag ist wichtig, denn dieses Skigebiet und seine Hotels sind ein wichtiger regionaler Arbeitgeber in der Ukraine.

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