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20250818 Religion Aktuell Ukraine massiver Druck auf Kirche Wehrsch Mod

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In Kiew sagte der Leiter der Religionsbehörde, Viktor Jelenskij, der UOK, der Ukrainisch-Orthodoxen-Kirche, werde nicht vorgeschrieben, die Sprache der Gebete oder den Kirchenkalender zu ändern, sondern auch formell jede Verbindung mit der Russisch-Orthodoxen-Kirche abzubrechen. Zwar hat sich die UOK bereits zu Kriegsbeginn vor mehr als drei Jahren, von Moskau distanziert, nicht aber alle kirchenrechtlichen Verbindungen gelöst; das hat auch damit zu tun, dass dann die UOK den Status einer selbständigen Kirche und damit ihre Position in der orthodoxen Welt verlieren würde. Die UOK bekämpft diesen Bescheid der Religionsbehörde vor Gericht, doch die Erfolgschancen sind wohl als gering einzuschätzen. Der Krieg Russlands sowie die Unterstützung dieses Krieges durch die Russisch-Orthodoxe Kirche wiegen schwer; außerdem werden Priester der UOK der Kollaboration mit dem russischen Angreifer beschuldigt. Nach Angaben des Geheimdienstes SBU haben Gerichte bisher 31Priester wegen Landesverrats, Spionage und Anstiftung zu Feindseligkeiten verurteilt; weitere 100 Priester werden derartiger Taten beschuldigt. Doch vor dem Krieg zählte diese Kirche 1000ende Geistliche; somit stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, wobei sich konkrete Straftaten bisher mangels Einblicks in Prozessakten nicht überprüfen ließen. Hinzu kommt, dass die politische Führung in Kiew bestrebt ist, die eigene Orthodoxe Kirche der Ukraine zur dominanten Kirche zu machen; ihr hat der ökumenische Patriarch 2019 die Selbständigkeit verliehen, ein Schritt, den Moskau massiv bekämpft und der in der Orthodoxen Welt umstritten ist.