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20250503 ZiB1 Ukraine NGO von der Drohne bis zur Zahnpasta Wehr Mod

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ZiB1
Berichte Ukraine

In der Ukraine bilden die Streitkräfte die vorderste Front der Verteidigung gegen den russischen Angreifer. Doch standhalten können die Soldaten bisher auch deshalb, weil sie von vielen freiwilligen Helfern in der Zivilbevölkerung im Hinterland auch nach mehr als drei Jahren tatkräftig unterstützt werden, wie ein Lokalaugenschein in der Stadt Uschgorod, ganz im Westen der Ukraine zeigt.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ukraine

Insert1: Wolodimir Suran, Hilfsbewegung für Soldaten des Karpatenvorlandes

Insert2: Tatjana Tscherepnina, freiwillige Helferin aus Charkiw

Insert3: Halina Jartseva, Gründerin der Hilfsorganisation

Gesamtlänge:

Drohnen aller Art sind für die Ukraine eine zentrale Waffe gegen den personell und materiell überlegenen russischen Feind. Hergestellt werden sie keineswegs nur durch kommerzielle Firmen, wie diese Hilfsorganisation in Uschgorod zeigt. Vor etwas mehr als einem Jahr gegründet, hat sie in diesem Zeitraum 800 Drohnen an die Front geliefert:

Suran 13‘06
„Wir sind kein kommerzielles Projekt. Wir haben das Wissen, die Fähigkeiten, und entwickeln Modelle; alle, die sie nutzen wollen, können kostenlos darauf zugreifen. Unsere Aufgabe ist es, auf alle Veränderungen am Schlachtfeld zu reagieren, damit unsere Soldaten die modernsten Drohnen erhalten können.“

50 Freiwillige bilden den harten Kern des Vereins, dessen Tätigkeit weit über Drohnen hinausgeht. Tatjana war Managerin in einer Fabrik in Charkiw, die bereits zerstört wurde; sie führt mich durch das Lager voll mit Hilfsgütern:

Tscherepina 05:03
„Wir haben Freiwillige, die kochen, die sammeln, die transportieren, und die in Krankenzimmer gehen und reden. Wir haben einen Anwalt, einen Psychologen, und Friseure. Wer helfen möchte, kann kommen.“

Und wie finanziert sich die Hilfsorganisation, frage ich ihre Gründerin, die vor dem Krieg selbst Journalistin war:

Halina 04:39

„Wir arbeiten nur mit Spenden. Gesammelt wird über Kästen, etwa auf Märkten, oder Kästen stehen in Supermärkten. Wir haben auch Spendenkonten; das sind die Hauptquellen. Und Gott sei Dank, haben wir das Vertrauen der Menschen.“

Dieses Vertrauen stärken auch die regelmäßigen Besuche bei Verwundeten in Krankenhäusern in Uschgorod. Dabei geht es nicht nur um Hilfsgüter, sondern darum, Verwundeten zu zeigen, dass sie die Heimatfront nicht vergessen hat.

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