20260320 Steiermark Heute Slowenien vor der Wahl Wehrschütz Mod
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Slowenien
Kamera: Andrej Suvacarov, Schnitt: Mica Vasiljevic
Insert1: Markus Pölzl, Geschäftsführer der Firma Brigl und Bergmeister
Gesamtlänge: 2‘18
Ein Konzert mit vielen Volksmusikgruppen in Celje, dem alten Cilli, bildete wohl den Höhepunkt im Wahlkampffinale der rechtskonservativen Oppositionspartei SDS. Politiker traten beim Konzert nicht auf, doch Parteivorsitzender Janez Jansa war durch Bücher, Zeitschriften und andere Souvenirs auch so präsent. Groß war auch der Appetit der Besucher, doch ob die Wähler am Sonntag Appetit auf einen Machtwechsel haben, ist nach Ansicht der Meinungsforscher offen.
Die Freiheitsbewegung von Ministerpräsident Robert Golob tourte mit einem Autobus durch Slowenien; der Andrang der Bürger war enden wollend, wobei die gesamte Wahlbewegung rar an größeren Veranstaltungen war. Bei der Regierung prägte der kleinere Koalitionspartner „Die Linke“ die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Eingeführt wurde ein Weihnachtsgeld außerdem wurde der Mindestlohn deutlich erhöht. Trotzdem ist Slowenien für ausländische Investoren weiter ein attraktiver Standort; dazu zählt diese Papierfabrik, deren Zentrale in der Steiermark sitzt, die aber auch ein Werk bei Laibach hat:
Pölzl 16'57'5 - Was spricht für Slowenien - 17'23'1
"Wir haben eine Super-Anbindung ... eine gute Arbeitsmoral."
260 Mitarbeiter beschäftigt die Firma in Laibach; die Lohnkosten sind in Slowenien nach wie vor deutlich niedriger als in Österreich. Trotzdem kritisierten die slowenischen Oppositionsparteien die Wirtschaftspolitik der Regierung massiv, außerdem wurde ihr ebenso wie dem Laibacher Bürgermeister Korruption vorgeworfen. Durch eine Abhöraffäre wurde die Kampagne in der Endphase zur Schlammschlacht. Von dieser Video-Affäre abgesehen verlief der Wahlkampf eintönig; eine entscheidende Rolle bei der Frage nach Sieg und Niederlage werden die kleineren Parteien und die Wahlbeteiligung spielen; doch klare Favoriten gibt es dieses Mal in Slowenien nicht.