Hochwasser und niedrige Wahlbeteiligung
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Berichte Slowenien
In Laibach regnet es bereit, und Mittel-Slowenien könnte in der Nacht und morgen ebenso vom Hochwasser betroffen werden wie der Westen. Doch es fehlen noch genaue Prognosen, daher bleibt der Hochwasseralarm vorerst auf den Nordwesten beschränkt. In der Vorwoche haben Regenfälle und das Jahrhunderthochwasser auf der Drau Schäden von fast 300 Millionen Euro angerichtet. 4000 Häuser wurden beschädigt, 700 Wirtschafts- und Amtsgebäude sowie zehn Schulen. Es wurden 400 Erdrutsche verzeichnet, einige Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, doch es gab kein Todesopfer zu beklagen. Sloweniens Regierung hat als Soforthilfe neun Millionen Euro bereitgestellt und hofft auch auf Unterstützung der EU. Nicht beeinträchtigt wurde durch Hochwasser und Regen heute die erste Runde der slowenischen Präsidentenwahl. Neben Amtsinhaber Danilo Türk bewerben sich noch der frühere sozialdemokratische Ministerpräsident Borut Pahor sowie Milan Zver, der von der konservativen Regierungspartei SDS aufgestellt wurde. Umfragen deuten auf eine Stichwahl zwischen Türk und Pahor in drei Wochen hin. Unklar ist allerdings, ob und wie sich die Wahlbeteiligung auswirken wird. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr, Ergebnisse werden bald danach vorliegen.