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20251004 ZiB1 Interview mit serbischem Außenminister Wehrsch

Fernsehen
ZiB1
Berichte Serbien

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien

Inserts: Marko Djuric, serbischer Außenminister

Gesamtlänge: 1’43

Vor 11 Monaten stürzte das Vordach am Bahnhof in Novi Sad ein, ein Unglück, das 16 Menschenleben kostete. Die Folge waren Massenproteste, doch weder Studenten noch zerstrittene Opposition präsentierten bisher Politiker, die Alexander Vucic ernsthaft gefährden könnten. Wie steht es um die juristische Aufarbeitung und die Polarisierung der Gesellschaft?

15‘03
„Mehrere Minister und Beamte wurden strafrechtlich verfolgt, einige sind in Untersuchungshaft. Es laufen ernsthafte Gerichtsverfahren; eine neue Regierung wurde unter der Leitung eines Universitätsprofessors gebildet, um
gesellschaftliche Spannungen zu verringern. Das hat dazu geführt, dass sich der Betrieb in Schulen und Universitäten normalisiert hat.

Wegen der guten Beziehungen zwischen Russland und Serbien gilt das Balkan-Land vielfach als fünfte Kolonne Moskaus; am Beispiel der Ukraine weist der Außenminister diesen Vorwurf zurück:

22:53
„Serbien trägt mit seinen Taten oft mehr zur europäischen Sicherheit und zur gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bei als viele Länder, die verbal zu 100 Prozent dazu stehen. Serbien hat 93 Prozent der gesamten Hilfe aus Südosteuropas für die Ukraine geleistet.“

Anderseits fanden in diesem Camp im Sommer mehrere Monate hindurch Kurse statt, bei denen russische Instruktoren Bürger aus Moldau ausbildeten, Unruhen und Ausschreitungen zu organisieren. Erst nach Verhaftungen in Moldau wurden die serbischen Behörden tätig, und das wirft kein gutes Licht auf die politische Führung in Belgrad.

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