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Serbien und die Balkan Route der Migration

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ZiB1
Berichte Serbien
Die Balkanroute ist heuer wieder zum Brennpunkt der Migration geworden. Eine zentrale Rolle auf dieser Route spielt Serbien. Wurden in den 19 Aufnahmelagern des Landes im Vorjahr 68.000 Personen registriert, so waren es heuer bereits 95.000. Noch höher dürfte die Dunkelziffer sein. Es dominieren Afghanen und Syrer, doch eine Rolle spielt auch die Visafreiheit für Indien; Burundi und Tunesien; Serben hat zugesagt, seine Visa-Regime bis Jahresende zu verschärfen Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien Insert1: Rados Djurovic, Zentrum für Asylsuchende in Serbien Insert2: Iwan Gerginow, Serbisches Kommissariat für Flüchtlinge Gesamtlänge:1’47 Beim Übergang Horgos ist das serbisch-ungarische Grenzgebiet wieder zu einem Brennpunkt der illegalen Migration geworden. Nur wenige Kilometer entfernt lagern in aufgelassenen Gehöften hunderte Personen, die über Ungarn in verschiedene Länder der EU kommen wollen. Die meisten die wir hier treffen sind männlich und stammen aus Afghanistan; um bis hierher zu kommen haben sie tausende Euro gezahlt. Sein Gesicht will keiner zeigen. Klare Worte findet ein Vertreter einer serbischen Hilfsorganisation: 5'17'6 - Ungarn und der Grenzschutz - 5'51'9 "Nach vier bis fünf Rückweisungen kommen die Menschen durch; damit sehen wir, dass Migration durch Zäune nicht gestoppt werden kann und nur zur Gewalt führt. Es braucht zwischen fünf und zehn Tage, um von Serbien nach Österreich zu kommen." Auch der Belgrader Flughafen spielt heuer eine Rolle bei der Migration. Die Visafreiheit nutzen Bürger aus Burundi, Tunesien und Indien, um über Serbien in die EU zu kommen. Vor allem Inder kamen so nach Österreich. Dagegen bevölkern dieses Aufnahmelager bei Belgrad vor allem Bürger aus Burundi; sie wollen über Kroatien und Slowenien weiter nach Westeuropa. Warum sieht dieses Zentrum so viel besser aus als andere im Norden? 10'57'0 - Ausgang - weniger Kapazitäten - 11'38'0 "Im Norden haben wir absichtlich Zentren mit geringeren Kapazitäten gebildet, damit die lokale Bevölkerung und die Grenzpolizei weniger Probleme haben. Im Norden war die Lage stets angespannter. Da kommt es zu Verletzungen, Brutalität durch die Polizei und zu Diebstählen.“ Dieses Lager liegt bei Subotica im Norden. Serbien ist weiter nur Transitland. Von den 95.000 Migranten und Flüchtlingen haben heuer nur 20 Personen um Asyl in diesem Balkan-Land angesucht.
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