Lage an der Grenze zwischen Mazedonien und Serbien
Fernsehen
ZiB1
Berichte Serbien
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien
Insert1: Valdete Abdul’ahu, serbisches Rotes Kreuz
Insert2: Wassim Azzam, Arzt und freiwilliger Helfer
Insert3: Nazir Alhossan, Sprecher der Bewohner im Lager Presevo
Gesamtlänge: 1’26
Das Presevo-Tal bildet das Grenzgebiet zwischen Mazedonien und Serbien; die Wege sind nun verwaist, doch im Lager Tabanovce auf mazedonischer Seite sitzen 1.200 Personen, vor allem Afghanen, Syrer, Iraker fest, die aus Serbien abgeschoben werden. Ihr Schicksal ist ebenso ungewiss, wie das der Insassen des Lagers in Presevo auf serbischer Seite. Die knapp 600 Menschen wurden aus Kroatien abgeschoben. Rotes Kreuz und viele andere Hilfsorganisationen kümmern sich um die Bewohner:
„Wir verteilen Konserven, Reis, Wasser, Milch, Hygienepakete für Frauen und Kinder; darinnen sind Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife, Puder und Shampoo.“
Auch die medizinische Versorgung funktioniert; dieser Araber aus Israel ist einer der Ärzte, studiert hat der 27-jährige sechs Jahre in Deutschland; zu behandeln hat er eine breite Palette
„Also normale Erkrankungen wie Erkältungen Schnupfen und so weiter bis halt Notfälle.“
Das schlimmste Problem im Lager ist die Ungewissheit:
„Alle hier sind besorgt, weil bei all den EU-Gipfeln nicht über die Menschen am Balkan gesprochen wird.“
Ablenkung bringen Fußballturniere, Programme für Kinder und andere Aktivitäten, die die Menschen selbst organisieren, deren Schicksal wohl noch einige Zeit ungewiss bleiben wird.