× Logo Mobil

Moskau bleibt um Kosovo weiter unklar

Zeitung
Kleine Zeitung
Berichte Serbien
Beim Kosovo hält sich Russland weiter alles offen und damit die politische Spannung im diplomatischen Spiel. So forderte Außenminister Sergej Lawrow in Belgrad wieder ein Mal das Unmögliche und zwar eine Lösung, die für beide Seiten annehmbar sein müsse. Diese Formulierung wird von allen Diplomaten gebraucht, die sich nicht festlegen wollen. Klarer war Lawrow gegenüber den Albanern und den USA; er warnte vor einer einseitigen Lösung des Kosovo-Problems durch die Ausrufung der Unabhängigkeit. Sollte Moskau im UNO-Sicherheitsrat ein Veto einlegen, könnte dieser Weg von den Albanern in der Hoffnung gewählt werden, die USA und andere Staaten würden dann den Kosovo anerkennen.

Doch noch ist die UNO am Zug. Nächste Woche wird eine Delegation des Sicherheitsrates Serbien und den Kosovo besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen. In Verbindung damit unterstütze Lawrow die Forderung Belgrads, die Delegation müsse auch die serbischen Enklaven besuchen. Der russische Außenminister forderte auch die völlige Erfüllung der UNO-Resolution 1244, die demokratische Standards und die Rückkehr Vertriebener vorsieht.

Das Wort Veto nahm Lawrow auch in Belgrad nicht in den Mund, und sein Besuch wurde so gestaltet, dass entsprechende Journalisten-Fragen praktisch unmöglich waren. Somit bleibt offen, ob Russland sich in der UNO tatsächlich gegen den Westen stellen wird, der eine von NATO und EU überwachte Unabhängigkeit des Kosovo befürwortet.

Facebook Facebook