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Afrikanischer Diplomat als Schwarzhändler

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Berichte Serbien
Der Zigarettenschmuggel über den Balkan nach Österreich findet offensichtlich auch auf diplomatischem Wege statt; darauf deutet ein Vorfall an der serbisch-ungarischen Grenze hin, in dem der Botschafter aus Guinea die Hauptrolle spielte. Aus Belgrad berichtet Christian Wehrschütz

Am Samstag fiel den serbischen Zöllnern am Grenzübergang Horgos zu Ungarn der schwer beladene Diplomatenwagen des Botschafters von Guinea auf. Im Auto saßen Fahrer und Botschafter; unter Hinweis auf seinen diplomatischen Status weigerte sich der Diplomat beharrlich, den Kofferraum zu öffnen; stattdessen verriegelte er von innen den Wagen. Nach mehreren Stunden mussten ihn Polizei und Zoll ziehen lassen. Der Verdacht auf Zigarettenschmuggel gründet sich auf Hinweise aus Österreich; demselben Botschafter und seinem Fahrer wurde schon ein Mal bei Nicklsdorf die Einreise verweigert. Die Polizei in Österreich und Serben hegt den Verdacht, dass der Diplomat bei seinen Reisen Zigaretten aus dem Kosovo nach Österreich schmuggelt, und zwar pro Fahrt zwischen 800 und 1000 Stangen. Im Kosovo und in Serbien kosten westliche Zigaretten pro Schachtel zwischen einen und zwei Euro.

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