Rauch nach Serbien?
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Der Vorarlberger Fruchtsäftehersteller Rauch will stärker auch dem serbischen Markt expandieren. Konkret will Rauch eine Firma in Serbien kaufen, die Fruchtsäfte produziert. Aus Belgrad berichtet Christian Wehrschütz:
Die Firma Rauch hat bisher nach Serbien nur Fruchtsäfte exportiert. Doch Zölle und Gebühren betragen etwa 60 Prozent und daher ist es für die Vorarlberger Firma schwierig, am serbischen Markt entsprechend Fuß zu fassen, der durch lokale Anbieter vor allem aus der Vojvodina dominiert wird. Daher bemüht sich Rauch bereits einige Zeit, im Wege der Privatisierung einen serbischen Fruchtsafthersteller zu übernehmen, der in Zentralserbien liegt und derzeit etwa 300 Mitarbeiter hat. Doch bisher ist das Privatisierungsverfahren nicht wirklich in Gang gekommen, vielleicht auch deshalb, weil lokale Produzenten die Konkurrenz der Vorarlberger Firma fürchten. Für die Firma Rauch ist heute in Serbien auch der österreichische Vizekanzler Hubert Gorbach aktiv geworden. Bei Gesprächen mit serbischen Ministern, betonte er das Interesse Österreichs an einer zügigen Privatisierung. Hauptthema des Besuches von Gorbach in Belgrad war die geplante intensive Zusammenarbeit zwischen Österreich und Serbien auch beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und bei der Schifffahrt an der Donau.