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Geschossen wurde in der Villa von Slobodan Milosevic nur zwei Mal. Samstag Nacht beim ersten Versuch der Verhaftung und Sonntag früh als Tochter Marija die Nerven verlor, weil ihr Vater aufgab. Im serbischen Innenministerium in Belgrad zeig-ten Polizisten heute drastisch, welches Blutbad Milosevics Anhänger hätten anrichten können, wäre die Villa gestürmt worden. Denn Milosevics 30 Personen zählende Garde hatte ein ganzes Waffenarsenal in dessen Villa gelagert. Mehr als 30 Sturmgewehre, 40 Handgranaten, Schock- und Tränengasbomben, Pistolen, eine Panzerfaust und mehr als 1000 Schuß Munition sollten zur Verteidigung Milosevics dienen. Wie dessen Anhänger zu diesen Waffen kamen, wird noch untersucht. Sicher ist nur, daß sie aus Polizei- oder Armeebeständen stammen müssen. Der Sprecher des Innenministeriums teilte mit, daß nun gegen Milosevic auch wegen bewaffneten Widerstandes ermittelt werden. Gegen seine Tochter wurde ebenfalls Anzeige erstattet. Milosevics Anhänger werden sich wegen bewaffnetem Aufstand und Bandenbildung zur Verübung einer Straftat verantworten müssen.
Milosevic war ebenfalls bewaffnet. Er trug eine Pistole, doch zum angedrohten Selbstmord kam es nicht; aus seiner Residenz übersiedelte er statt dessen ins Zentralgefängnis von Belgrad.