Raiffeisen ist größte Bank in Serbien
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Berichte Serbien
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien
Insert1: 0’34 Oliver Rögel, Raiffeisen-Bank Serbien
Insert2: 0’55 Oliver Rögel, Raiffeisen-Bank Serbien
Insert3: 1’38 Herbert Preclik Handelsdelegierter
Aufsager: 2’13 Christian Wehrschütz aus Belgrad
Gesamtlänge: 2’37
Österreichische Firmen sind bestrebt in allen Bereichen der Wirtschaft Fuß zu fassen, wobei auch Messen zur Geschäftsanbahnung genutzt werden. Eine Vorreiterrolle spielten dabei die österreichischen Banken. Nach nur drei Jahren zum Markführer aufgestiegen ist Raiffeisen. 30 Filialen wurden eröffnet und mehr als 800 Mitarbeiter werden beschäftigt. Jeweils drei Viertel der hundert besten serbischen Firmen und der hundert größten Auslandsinvestoren wickeln ihre Geschäfte über Raiffeisen ab. Beim Einlagengeschäft hat die Bank die 260 Millionen Euro-Marke erreicht:
„Dadurch, dass wir von Beginn an präsent waren ist es uns gelungen, in diesem Bereich einen Marktanteil von 21 Prozent im Einlagenbereich zu bekommen, ein Marktanteil, der annähernd der Marktanteil von Raiffeisen in Österreich ist.“
Trotzdem zeigt auch der Bankensektor, wie weit der Weg Serbiens noch ist:
„Die Bilanzsumme des gesamten Bankensektors betrug zu Beginn des Jahres 5,5 Milliarden Euro. Wenn sie jetzt nur Ungarn sehen, das sich sehr schnell entwickelt haben, so ist das ungefähr die Hälfte der Bilanzsumme der größten Bank in Ungarn. Oder das ist noch immer nicht so groß wie die Bilanzsumme der größten Bank in Kroatien.“
Um diesen Rückstand zu verringern, plant die Nationalbank für weitere Bankenprivatisierungen. Finanzminister Mladan Dinkic wiederum wird durch die Einführung der Mehrwertsteuer mit erstem Jänner das Steuersystem modernisieren. Niedrige Steuersätze sollen außerdem vermehrt ausländische Investoren nach Serbien locken. Trotzdem sind noch viele Hausaufgaben zu machen:
„Mehr Sicherheit beim Grunderwerb, weil in Belgrad kann man nur Nutzungsrechte erwerben, und das hält viele ab. Zweitens das neue Angestelltengesetz. Es gibt eines, das relativ unternehmerfreundlich ist, das wollen sie ein Bisschen entschärfen, ich hoffe, das bleibt weiterhin unternehmerfreundlich, weiters transparentere Privatisierung, dass man weiß, wie der Entscheidungsprozess ist.“
All diese Probleme haben bereits mehrere österreichische Unternehmen gemeistert und Betriebe in Serbien erworben. Doch das größte Probleme, die politische Unsicherheit, kann nur Serbien selbst beseitigen.