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Serbien vor der Wahl

Fernsehen
ZiB1
Berichte Serbien
In Serbien findet morgen die zweite Runde der Präsidentenwahl statt. Um die Stimmen der 6,5 Millionen Wahlberechtigten werben zwei Oppositionspolitiker, der Reformer Boris Tadic und der Ultranationalist Tomislav Nikolic, der nach dem ersten Durchgang knapp in Führung liegt. Tadic wird auch von der serbischen Regierung unterstützt, deren Kandidat den Einzug in die Stichwahl nicht geschafft hat.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien

Aufsager: 1’01 Christian Wehrschütz aus Belgrad

Gesamtlänge: 1’25

In Serbien ist die Eröffnung neuer Betriebe noch immer ein Ereignis. Ausländische Investoren sind rar und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze war daher das Thema des Fernsehduells zwischen Boris Tadic und Tomislav Nikolic. Der Ultranationalist warb massiv um die ländliche Bevölkerung, denn das Bürgertum steht fest im Lager von Tadic. Unterschiede gab es vor allem beim Haager Tribunal. Tadic bekannte sich zur Zusammenarbeit, Nikolic ist gegen Auslieferungen, die allerdings schon fast ein Jahr überfällig sind, obwohl Reformkräfte regieren. Im Kampf um die Wähler der Mitte hat der Ultranationalist Ton und Strategie geändert und sich den Reformern angenähert. Trotzdem hat Tadic bessere Chancen Präsident zu werden. Sein klarer Kurs Richtung EU wird von der Regierung unterstützt. Tadic hat somit größere Wählerreserven und Umfragen sagen ihm den Sieg voraus, der nur durch niedrige Wahlbeteiligung gefährdet werden könnte. Der Wahlkampf verlief ruhig, ein Zeichen dafür, dass in Serbien eine neue politische Kultur Einzug hält.

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