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Rohan in Südserbien

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Berichte Serbien
Die Anschläge albanischer Extremisten in Südserbien an der Grenze zum Kosovo haben diese Region zum größten Krisenherd in Europa werden lassen. Denn ein umfassender bewaffneter Kon-flikt in diesem Gebiet könnte massive Auswirkungen nicht nur auf den Kosovo und Mazedonien haben, sondern zur Instabilität in der gesamten Region beitragen. Als Aufmarschgebiet nutzen die entmilitarisierte Zone zum Kosovo. Österreich hat als erstes Land die Abschaffung dieser Zone gefordert; nun ist auch die NATO bereit, diese Zone zu verkleinern. Das Krisen-gebiet besucht hat gestern Albert Rohan, der Generalsekretär des österreichischen Außenministeriums.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Südserbien

Insert:0‘45Albert Rohan, Generalsekretär des Außenministeriums

Aufsager:1‘04 Christian Wehrschütz Presevo

Gesamtlänge: 1‘19

Text:

Serbische Einheiten verhalten sich bisher im Kampf gegen albanische Extremisten in Südserbien defensiv. Denn Belgrad will eine Eskalation vermeiden. Serbiens stellvertretender Regierungschef, Neboisa Covic, hat einen Friedensplan ausgearbeitet. Über dessen Inhalt hat der Generalsekretär des Außenministeriums, Albert Rohan, in der südserbischen Stadt Bujanovac, mit Nebojsa Covic gesprochen. Der Plan sieht eine Entwaffnung der Extremisten, eine Entmilitarisierung Südserbiens und eine umfassende Integration der Albaner vor. Die Stadt Presevo ist die Albaner-Hochburg Südserbiens. Hier traf Rohan Bürgermeister Riza Halimi. Halimi sprach von jahrelanger Diskriminierung der Albaner durch Belgrad, ist aber auch für eine Verhandlungslösung. Dazu sagt Albert Rohan:

„Es wird die Präsenz einer internationalen Militär- oder Polizeitruppe unerlässlich sein. Es müssen möglichst rasch die legitimen Anliegen der Albaner hier im zivilen Bereich erfüllt werden.“

Wann die Waffen schweigen und Gespräche beginnen werden, ist noch unklar.

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