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20260529 ORFIII Montenegro nach 20 Jahren auf Zielgeraden zur EU Wehr Mod

Fernsehen
ORFIII
Berichte Montenegro

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Montenegro

Insert1: Predrag Zenovic, Chefverhandler Montenegros mit der EU

Insert2: Johann Sattler, Leiter der EU-Delegation in Montenegro

Insert3: Johann Sattler, Leiter der EU-Delegation in Montenegro

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Am 21. Mai feierte Montenegro den 20 Jahrestag seiner Unabhängigkeit; zum Empfang von Ministerpräsident Milojko Spajic kamen nicht nur Milo Djukanovic, sondern zum ersten Mal auch Parlamentspräsident Andrija Mandic, ein Vertreter der serbischen Volksgruppe. In Montenegro bekennt sich bei Umfragen eine große Mehrheit zum Beitritt zur EU. Von 33 Kapiteln sind vorläufig 14 geschlossen; trotzdem ist der montenegrinische Chefverhandler Predrag Zenovic optimistisch, sogar bis Jahresende die noch offenen 19 ausverhandeln zu können:
04:42 Zenovic:
„Es wird nicht nur an den Kapiteln gearbeitet, die sich vor der vorläufigen Schließung befinden. Das sind die Freizügigkeit der Arbeitnehmer und über Verbraucher- und Gesundheitsschutz. Parallel dazu wird an allen Kapiteln gearbeitet. Die anspruchsvollsten sind politisch gesehen die Kapitel zur Rechtsstaatlichkeit. Dazu kommt Kapitel 27 über Naturschutz und Klimawandel; da geht es um Investitionen und um das sehr komplexe System europäischer Gesetzgebung, mit dem Montenegro sich bis Juni in Einklang bringen muss.“
Ein wichtiges Signal, dass es mit dem Beitritt ernst wird, hat Brüssel damit gesetzt, dass eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung des Beitrittsvertrages begonnen hat, betont Johann Sattler, der Leiter der EU-Delegation in Montenegro

Sattler 0'35'1 - Arbeitsgruppe Beitrittsvertrag - 1'18'3
"Das erste Mal seit 15 Jahren, ... in den einzelnen Kapiteln - (53'5 - 1'03'7) Die Ergebnisse fließen ein zu keinen Rückschritten kommt."

Und wie beurteilt Johann Sattler die Chancen für einen raschen Abschluss der EU-Beitrittsverhandlungen?

4'00 - Abschluss - 4'42'9
"Man darf nicht vergessen - Abschluss kommen kann."

Montenegro könnten somit seit Kroatien im Jahre 2013 das erste Land werden, das in die EU aufgenommen wird, vorausgesetzt alle Mitglieder stimmen zu, denn bei vielen Völkern ist die Erweiterungsskepsis nach wie vor groß.