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Bosnien vor der Wahl und Schmid

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ZiB1
Berichte Bosnien
In Bosnien und Herzegowina finden morgen allgemeine Wahlen statt; sie spiegeln gut die politische und ethnische Spaltung wider, die die ehemalige jugoslawische Teilrepublik auch mehr als 25 Jahre nach Kriegsende prägen. Gewählt werden das Drei-Personen zählende Staatspräsidium, das aus je einem Bosniaken, einem Serben und einem Kroaten besteht; die Parlamente der beiden Teilstaaten, der Bosnisch-Kroatischen-Föderation sowie des serbischen Teilstaates; dort wird auch der Präsident gewählt, während in der Föderation noch die 10 Kantone gewählt werden. Bereits Tradition ist, dass die drei Volksgruppen nach der Wahl einander blockieren, und vor allem in der Föderation die Regierungsbildung oft Jahre dauert. Überschattet werden die Wahlen auch vom Krieg in der Ukraine, der zu massiven Spannungen zwischen Russland und dem Westen geführt hat: Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Bosnien und Herzegowina Insert1: Christian Schmid, Hoher Repräsentant der UNO Gesamtlänge: 1’36 1995 endete der Krieg in Bosnien. Damals spielte Russland am Balkan keine wirkliche Rolle. Nun ist das anders, und das zeigt sich auch im Wahlkampf. So pilgerte Milorad Dodik, der starke Mann der bosnischen Serben, wieder nach Moskau zu Vladimir Putin. Dodik ist strikt gegen den NATO-Beitritt seines Landes, und spielt immer wieder mit dem Separatismus. Auf bosniakischer Seite im Wahlkampf aktiv, war der türkische Präsident Recep Erdogan, der für die Landeseinheit eintritt. Ihr politischer Hüter, ist der Hohe Repräsentant der UNO, derzeit der Deutsche Christian Schmid: 18'16'6 - Geopolitik und Dodik bei Putin - 18'51'9 "Die Menschen haben Angst und Sorge .... nicht vertrauensbildend." Im Wahlkampf selbst dominierten nationalistische Themen; dadurch versuchen Politiker aller drei Völker ihre Wähler bei der Stange zu halten. Die Abstimmung mit den Füßen haben diese Politiker bereits verloren. Mehr als 500.000 Bürger wanderten in den vergangenen zehn Jahren aus diesem Balkan-Land aus.
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