Bundesheer-Rückkehr nach Bosnien am Veitstag
Fernsehen
ZiB2
Berichte Bosnien
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Sarajevo
(Insert1 und Insert2 auf Stoß nur, wenn Satz jeweils nicht zu kurz ist)
Insert1: 0’23: Wachtmeister Reinhard Ossar
Insert2: Vizeleutnant Mario Jakob
Insert3: Oberstleutnant Klaus Eisenbach, Kommandant der Österreicher
Aufsager: Christian Wehrschütz aus Darajevo
Gesamtlänge: 2’00
An dieser Straßenecke in Sarajevo erschoss gestern vor 90 Jahren Gavrilo Princip Franz Ferdinand und seine Frau. Eine Gedenktafel erinnert als das folgenschwere Attentat und diese Brücke trägt den Namen des Mörders. Gestern in der Nacht trafen in Sarajevo auch die 135 österreichischen Soldaten ein, die bei der Friedenstruppe SFOR Dienst tun werden. Sie wurden mit der Bahn von Graz nach Bosnien verlegt. Die Soldaten wissen um das historische Datum ihrer Rückkehr, messen ihm aber keine Bedeutung bei:
02’05’20 – 02’05’24 (5)
„Ich glaube, dass es ein Zufall ist, vom Datum her.“
02’02’19 (6)
„Diese Rückkehr an diesem Tag sehe ich letztendlich als kalendarischen Zufall.“
Dieser Zufall hängt vor allem damit zusammen, dass das Bundesheer in Bosnien bis ersten Juli einsatzbereit sein muss:
02’19’20 – 02’19’37 (17)
„Eine Rückwärtsplanung hat ergeben, dass wir für die administrativen Tätigkeiten, bzw. für das Einrichten und Herstellen der Arbeitsbereitschaft etwa zwei Tage brauchen werden, daher ist also die Entscheidung gefallen, dass wir mit 28. Juni unsere Verlegung durchführen werden.“
Die österreichischen Soldaten werden in Bosnien vor allem polizei-militärische Aufgaben zu erfüllen haben. Dazu zählen Patrouillen ebenso wie die Auflösung von Demonstrationen, aber auch die Jagd nach mutmaßlichen Kriegsverbrechern. Gemeinsam eingesetzt sind die Österreicher mit Slowenen, Italienern, Rumänen und Deutschen. Insgesamt umfasst die Friedenstruppe SFOR Soldaten aus 27 Staaten. Die Rückkehr der Österreich in diese Truppe hat auch damit zu tun, dass die EU im Herbst die Militärmission in Bosnien übernimmt. An diesem Einsatz will Österreich auch aus eigenem Interesse teilnehmen, wobei das Kontingent dann noch stärker werden könnte.