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20250517 ZiB1 Interview mit Edi Rama Wehrschütz Mod

Fernsehen
ZiB1
Berichte Albanien

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Tirana

Inserts: Edi Rama, albanischer Ministerpräsident

Gesamtlänge: 1’46

Noch vor vier Jahren galt ein Beitritt Albaniens zur EU als Utopie, dominierte doch die Erweiterungsmüdigkeit unter den Mitgliedstaaten. Seit Herbst verhandeln nun Brüssel und Tirana über einen Beitritt. Was hat sich geändert?

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„Es hat sich etwas sehr Wichtiges geändert, der geopolitische Kontext in Europa hat sich verändert, und leider war die unter Anführungszeichen „Hilfe“ von Wladimir Putin notwendig, um die Integrationsprozesse, die vernachlässigt wurden, schnell wieder in Gang zu bringen.“

2030 soll Albanien EU-Mitglied sein, lautete Ramas Botschaft im Wahlkampf; bis Ende 2027 sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein, doch noch sind nicht einmal alle Kapitel eröffnet. Ist das machbar?

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„Es stimmt, dass zweieinhalb Jahre eine sehr kurze Zeit sind und nicht typisch für den Prozess, aber andererseits haben wir hart gearbeitet, uns gut vorbereitet, und mittlerweile haben wir auch ein neues Element der künstlichen Intelligenz im Prozess, das erheblich zur Geschwindigkeit der Übertragung des EU-Rechtsbestandes in unser Rechtssystem beiträgt.“

Nach der Wahl kritisierten internationale Beobachter unter andrem die undurchsichtige Finanzierung der Kampagne. Edi Rama kündigte weitere Reformen an:

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„Die Wahlen waren die besten, die wir je hatten; wir arbeiten mit ODIHR und OSZE zusammen, um die Probleme anzusprechen, die noch angegangen werden müssen.“

Denn die historische Chance eines EU-Beitritts müsse unter allen Umständen genutzt werden, betont der Ministerpräsident.

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