Wahlkampf in der Ukraine

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2019-01-26 19:00

Einleitung

In der Ukraine wird am 31. März ein neuer Präsident gewählt. Wahrscheinlich ist ein Zweikampf zwischen Amtsinhaber Petro Poroschenko und die früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. In Umfragen führt derzeit Timoschenko allerdings ist ihr Vorsprung nicht sehr groß. An dritter Stelle liegt der Schauspieler und Kabarettist Volodimir Zelenskij, der vor allem Wähler anspricht, die die alten politischen Eliten satt haben.

Detail

In der Ukraine wird am 31. März ein neuer Präsident gewählt. Wahrscheinlich ist ein Zweikampf zwischen Amtsinhaber Petro Poroschenko und die früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. In Umfragen führt derzeit Timoschenko allerdings ist ihr Vorsprung nicht sehr groß. An dritter Stelle liegt der Schauspieler und Kabarettist Volodimir Zelenskij, der vor allem Wähler anspricht, die die alten politischen Eliten satt haben.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kiew

Insert1: Julia Timoschenko, Kandidatin für das Präsidentenamt

Aufsager: Christian Wehrschütz aus Kiew

Gesamtlänge: 1’29

Die Heerschau im Sportpalast war perfekt organisiert, bei der Julia Timoschenko ihre Kandidatur verkündete. Doch die Stimmung war nicht euphorisch, trotz der Einpeitscher, die sich redlich um die Anhänger mühten. Timoschenko verspricht einen neuen Kurs, der Armut und Missstände beseitigen soll:

„Leider ist die Ukraine heute der Spitzenreite an Korruption im Weltmaßstab. An diesem System ist jeder mit Freuden beteiligt - vom Präsidenten bis hin zur Hausverwaltung.“

Ihren Anhängern dankte sie für die Unterstützung während ihrer Haft unter dem gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch. Auch Patriarch Filaret trat als Wahlkampfhelfer auf. Damit soll die Kampagne von Präsident Petro Poroschenko konterkariert werden. Er setzt massiv auf die erreichte Selbständigkeit der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche von Moskau – mangels anderer spürbarer Erfolge für die Bevölkerung. Der Kabarettist Volodimir Zelenskij tritt als Kandidat gegen das Establishment auf. Umfragen sahen ihn bereits auf Platz zwei, doch ob er für eine Überraschung gut ist, bleibt abzuwarten.