20.600 Pakete für das Karpatenvorland

Ukraine / Fernsehen / Oberösterreich Heute / 2018-12-19 19:00

Einleitung

20.600 Packerl, 120 Helfer aus Oberösterreich, 50 Autos – das ist die Aktion „Christkindl aus der Schuhschachtel, die die Landler-Hilfe aus Oberösterreich heuer in der Ukraine im Karpatenvorland durchgeführt hat. Dank der Mithilfe von Eltern, Kindergärten und Schulen aus ganz Oberösterreich werden die Kinder im Theresiental im ukrainischen Grenzgebiet zu Rumänien mit einer Schachtel, einem Christkindl aus Oberösterreich bedacht. Im Theresiental leben noch etwa 200 Nachfahren deutscher Altösterreicher,

Detail

20.600 Packerl, 120 Helfer aus Oberösterreich, 50 Autos – das ist die Aktion „Christkindl aus der Schuhschachtel, die die Landler-Hilfe aus Oberösterreich heuer in der Ukraine im Karpatenvorland durchgeführt hat. Dank der Mithilfe von Eltern, Kindergärten und Schulen aus ganz Oberösterreich werden die Kinder im Theresiental im ukrainischen Grenzgebiet zu Rumänien mit einer Schachtel, einem Christkindl aus Oberösterreich bedacht. Im Theresiental leben noch etwa 200 Nachfahren deutscher Altösterreicher, die unter Maria Theresia als Forstarbeiter in die Karpaten geschickt wurden. Namen wie Königsfeld, Deutsch-Mokra und der Dialekt aus Oberösterreich zeugen von diesem Ursprung. Die Aktion der Landler-Hilfe begleitet hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz, dem ebenso wie den Oberosterreichern wirklich weiße Vorweihnachten beschert wurden:

Berichtsinsert:

Christian Wehrschütz (Ukraine)

Bettina Graf (Oberösterreich)

Kamera/Schnitt: Wassilij Rud

Insert1: Ewald, freiwilliger Helfer seit neun Jahren,

Insert2: Toni, Pensionist aus Deutsch Mokra

Insert3: Andrea aus Windischgarsten

Insert4: Helene, 9 Jahre

Insert5: Florian, 9 Jahre

Insert6: Tamara, 10 Jahre

Insert7: Helmut Atzlinger, Geschäftsführer der Landler-Hilfe

Gesamtlänge: 3’12

Königsfeld, ukrainisch Ust Tschorna, liegt 50 Kilometer nördlich der rumänischen Grenze im Theresiental in den waldreichen Gebieten der Karpato-Ukraine. Der Schulhof war die Basis für 50 Fahrzeuge und 120 Helfer aus Oberösterreich, die auch heuer wieder das „Christkindl in der Schuhschachtel“ an Schulen und Kindergärten im ganzen Theresiental verteilten. Die Packerl sind nach Altersgruppen sortiert; geachtet wird auch darauf, dass nicht ein Kind viel, das andere aber wenig bekommt. Die Landler-Hilfe hat schon Tradition und bezeugt auch die Verbindung zwischen Oberösterreich und diesem Tal:

„Das sind noch österreichische Abstammungen … ganz wichtig, dass man da hilft.“

Vereinzelt trifft man hier noch immer auf Bewohner, die die Mundart ihrer Vorfahren nicht vergessen haben:

„Die warten schon so lange drauf, die Kinder, freilich.“

Für manche Kinder sind die Geschenke wirklich das einzige Christkind; Geduld ist auch hier Mangelware, daher werden die Packerl sofort geöffnet; diese Frau hat sechs Kinder, der Mann arbeitet als Gastarbeiter in Tschechien. Tourismus und Holzindustrie sind unterentwickelt, daher arbeiten viele Männer im Ausland.

Der Besuch des Christkinds im Theresiental wäre ohne die vielen freiwilligen Helfer nicht möglich, die bereits viele Wochen vorher mit den Vorbereitungen in Oberösterreich beginnen. Andrea ist zum vierten Mal dabei:

„Wir haben das so zusammengesammelt … Kindergärten, 300 Packerl.“

In Oberösterreich nehmen viele Schulen jedes Jahr an dieser Aktion teil, die auch vom Land Oberösterreich unterstützt wird. In den Klassen werden die Pakete nicht nur eingepackt und verpackt; die Kinder bringen die Sache mit, die sie mit ihren Eltern besorgen oder über die sie sich selbst freuen würden:

Helene:

„Wir sind Einkaufen gefahren, da bekommen wir davor einen Zettel, was hinein soll, dann haben wir gemeinsam geschaut.“

Florian,

„Ich habe so Brettspiele, Zahnputzzeug, Stifte, Bleistifte, Süßigkeit, wo ich mich auch freuen würde.“

 

Tamara, zehn Jahre

„Wir bekommen zu Weihnachten - helfen kann.“

Zu den Herausforderungen zählen Transport und Anreise. Die Fahrt von Oberösterreich über Ungarn in die Ukraine bis nach Königsfeld dauert mit Zwischenstopp mehr als einen Tag. Allein die Fahrt an die Grenze dauerte 14 Stunden:

„Es war heuer leider sehr mühselig, sehr viel Schneefall und Unfälle in Ungarn, aber der Weg lohnt sich.“

Das stimmt, denn die Freude der Kinder ist sichtbar und spürbar, und natürlich besteht auch die Hoffnung, dass das Christkindl aus Oberösterreich auch im nächsten Jahr im Theresiental vorbeischauen wird:

„Danke Schön“