Kurz bei Poroschenko in Kiew

Ukraine / Radio / J18 / 2018-09-04 18:00

Einleitung

Bundeskanzler Sebastian Kurz war heute in Kiew. Auf dem Programm stand vor allem ein Treffen mit Präsident Petro Poroschenko. Der Kurz-Besuch von Sebastian Kurz war politisch heikel, weil die Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl in Kiew für böses

Detail

Bundeskanzler Sebastian Kurz war heute in Kiew. Auf dem Programm stand vor allem ein Treffen mit Präsident Petro Poroschenko. Der Kurz-Besuch von Sebastian Kurz war politisch heikel, weil die Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl in Kiew für böses Blut gesorgt hat. Auch heute sprach Außenminister Klimkin von einer katastrophalen Optik und bezeichnete Putins Teilnahme an der Hochzeit als schweren politischen Fehler; aus Kiew berichtet unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Freundlich war der Empfang von Sebastian Kurz in Kiew; mit Bürgermeister Vitali Klitschko besuchte er den Unabhängigkeitsplatz, an dem auch der Opfer der Majdan-Revolution gedacht wird. Um die bilateralen Beziehungen ging es beim Treffen mit Staatspräsident Petro Poroschenko. Die beiden Politiker sind per DU und kennen einander schon einige Jahre; Poroschenko bewertete das Verhältnis zu Österreich so:

„Ich habe Sebastian gesagt, dass wir sehr an einem Österreich interessiert sind, das ein zuverlässiger wirtschaftlicher und politischer Partner ist. Unsere Verhandlungen hier haben das klar bestätigt. Das ein klares Zeichen für das starke Einverständnis, das keine Hochzeit mit Kosakenchor aufhalten kann.“

Denn Vladimir Putin war zur Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl mit einem Kosakenchor gekommen. Doch zufrieden mit seinem Besuch war auch Bundeskanzler Sebastian Kurz:

"Wir haben traditionell sehr gute und freundschaftliche Beziehungen zwischen der Ukraine und Österreich, und daran hat sich auch nichts geändert. Wir sind hier sehr freundliche empfangen worden, und haben ausführlich über unsere bilaterale Zusammenarbeit gesprochen."

2019 soll zum Jahr der ukrainischen Kultur in Österreich werden; außerdem stellt Wien eine Million Euro bereit, um die Not der mehr Menschen zu lindern, die in der Ostukraine weiter unter den Folgen des Krieges leiden.