Gefangenenaustausch in der Ostukraine

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2017-12-27 19:30

Einleitung

Vom Kriegsschauplatz in der Ostukraine gab es in den vergangenen Monaten nur Schlechtes zu berichten. Seit 23. Dezember ist aber nun eine neue Feuerpause in Kraft, die weitgehend eingehalten wird; und heute fand in der Ostukraine der umfassendste Gefangenenaustausch seit Kriegsbeginn vor fast vier Jahren statt. Mehr als 300 Gefangenen wurden ausgetauscht:

Detail

Vom Kriegsschauplatz in der Ostukraine gab es in den vergangenen Monaten nur Schlechtes zu berichten. Seit 23. Dezember ist aber nun eine neue Feuerpause in Kraft, die weitgehend eingehalten wird; und heute fand in der Ostukraine der umfassendste Gefangenenaustausch seit Kriegsbeginn vor fast vier Jahren statt. Mehr als 300 Gefangenen wurden ausgetauscht:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ukraine Aufsager: Christian Wehrschütz aus KiewGesamtlänge: 1‘27Letzte Personenkontrollen auf dem prorussischen Rebellengebiet beim Kontrollposten in der Nähe der Stadt Gorlowka, 50 Kilometer nördlich von Donezk. Die Rebellen ließen 74 Gefangene frei, darunter auch 10 Frauen: die ukrainische Seite hatte auf ihren Listen etwas mehr als 300 Gefangene; davon wollten aber knapp 60 auf Ukrainisch kontrolliertem Gebiet bleiben; der Rest wurde ausgetauscht. Die Verhandlungen über den Austausch dauerten so lange, dass es einige Gefangene auf Rebellengebiet heute früh noch gar nicht glauben wollten, dass der Tag der Freiheit wirklich gekommen sei: „Mein Gefühl – ich kann es nicht glauben; doch ich hoffe, dass ich bald zu Hause sein werde.“Eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Austausches spielte der Ukrainer, Viktor Medwedschuk; seine Tochter ist das Patenkind von Wladimir Putin und die beiden trafen sich im Herbst in einem russischen Kloster, um über den Gefangenenaustausch zu sprechen, der heute schließlich in der Ostukraine stattfand.