Bau von Solarkraftwerk in Tschernobyl in der Endphase

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2017-11-11 19:30

Einleitung

Vor einen Jahr wurde in der Ukraine die neue Schutzhülle für den Unglücksreaktor von Tschernobyl fertiggestellt. Im vierten Reaktorblock hatte 1986 Schlamperei und Bedienungsfehler zum Supergau geführt. Trotz der neuen Schutzhülle gibt es weiter eine 30 Kilometer große Sperrzone um das Kraftwerk, das völlig stillgelegt ist. Diese Zone will ein ukrainisch-deutsches Konsortium für den Bau von Solarkraftwerken nutzen; ein erstes Pilotprojekt steht bereits kurz vor der Fertigstellung:

Detail

Vor einen Jahr wurde in der Ukraine die neue Schutzhülle für den Unglücksreaktor von Tschernobyl fertiggestellt. Im vierten Reaktorblock hatte 1986 Schlamperei und Bedienungsfehler zum Supergau geführt. Trotz der neuen Schutzhülle gibt es weiter eine 30 Kilometer große Sperrzone um das Kraftwerk, das völlig stillgelegt ist. Diese Zone will ein ukrainisch-deutsches Konsortium für den Bau von Solarkraftwerken nutzen; ein erstes Pilotprojekt steht bereits kurz vor der Fertigstellung:

Berichtsinsert: Christian Wehrschtz aus Tschernobyl

Insert1: Ewgenij Variagin, Generaldirektor der ukrainischen Gesellschaft „Rodina“:

Aufsager: Christian Wehrchütz aus Tschernobyl

Gesamtlänge: 1’21

Nur etwa 100 Meter vom Unglücksreaktor mit seinem neuen Schutzmantel entfernt liegt die Baustelle für das Solarkraftwerk; im Februar soll die Anlage in Betrieb gehen, hoffen die ukrainischen Bauherrn. Der Strom soll die Anlage in Tschernobyl versorgen; die Leistung des Solarkraftwerks liegt bei einem Megawatt:

"Zum Vergleich: mit dieser Leistung kann man etwa 2000 Wohnungen versorgen. Das ist hier unser Pilotprojekt, ein weiteres Kraftwerk ist geplant. Im Vorjahr haben wir bereits auf der weißrussischen Seite der Tschernobyl-Zone ein Solarkraftwerk mit 4 Megawatt gebaut.

Das Solarkraftwerk kostet eine Million US-Dollar; die Investition soll sich binnen sieben Jahren rechnen. Die Ukraine fördert derzeit alternative Energien durch günstige Einspeisetarife, die höher sind als der Markpreis für klassische Energieträger; schrittweise werden diese grünen Tarife dem Marktpreis angepasst werden. Ein großes Problem ist die Verschwendung von Strom etwa in alten Häusern.