Porträt von Oksana Lyniv in Lemberg

Ukraine / Fernsehen / Steiermark Heute / 2017-08-03 19:00

Einleitung

Im September tritt die Ukrainerin Oksana Lyniv ihr Amt als musikalische Leiterin der Grazer Oper und der Grazer Philharmonie an. Lyniv war in den vergangenen zwei Jahren Assistentin des Generalmusikdirektors der Bayrischen Staatsoper. Die 39-jährige Lyniv wurde in Brodi, in der Stadt Josef Roths geboren; ihre erste höhere musikalische Ausbildung erhielt sie dann in Lemberg, auf Ukrainisch Lviv, der Metropole der Westukraine; dort lebte auch mehr als 25 Jahre langIm September tritt die Ukrainerin Oksana Lyniv ihr Amt als musikalische Leiterin der Grazer Oper und der Grazer Philharmonie an. Lyniv war in den vergangenen zwei Jahren Assistentin des Generalmusikdirektors der Bayrischen Staatsoper. Die 39-jährige Lyniv wurde in Brodi, in der Stadt Josef Roths geboren; ihre erste höhere musikalische Ausbildung erhielt sie dann in Lemberg, auf Ukrainisch Lviv, der Metropole der Westukraine; dort lebte auch mehr als 25 Jahre lang der jüngste Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Xaver Mozart; auch um sein Werk wiederzuentdecken hat Oxana Lyniv in Lemberg heuer zum ersten Mal das LvivMozArt-Festival veranstaltet; bei ihrer Arbeit beobachtet hat sie unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Berichtsinsert:

Christian Wehrschütz aus Lemberg

Kamera: Sascha Alexejev

Schnitt: Jaroslaw Sawitzkij

Inserts: Oksana Lyniv, Musikalische Leiterin der Grazer Oper

Gesamtlänge:2’17

140 Jahre lang war Lemberg Teil der Habsburger Monarchie, stark geprägt von deutscher, polnischer, jüdischer und ukrainischer Kultur. Sehr wichtig für das Musikleben war Franz Xaver Mozart, der hier 25 lebte, unterrichtete und komponierte; ihn nicht nur für die Ukraine wiederzuentdecken ist das Ziel von Oksana Lyniv; daher begann ihr Festival auch mit zwei Werken des Mozart-Sohns; Lyniv macht einen zierlichen Eindruck; als Dirigentin strahlt sie aber enorme Energie aus, führt Orchester und Sänger mit großer Disziplin aber auch mit Herzlichkeit. Ihre Alma Mater ist die Lemberger Musikakademie, doch Musik wurde ihre bereits im Geburtsort Brodi in die Wiege gelegt, denn Mutter und Vater sind Musiker:

„Als ich ganz klein war, mein Vater hat gerne musiziert oder improvisiert oder auch Lieder selbst arrangiert, dann saß ich auf seinem Schoß und habe zugehört und habe ganz bedauert, dass ich damals noch nicht Klavier spielen konnte aber habe versucht schon mitzusingen. Das war einfach ganz natürlich, Musik zu machen, das habe ich schon im Kindergarten gewusst."

Lemberg liegt zwar in Osteuropa, strahlt aber mit seinen vielen Kaffes und seinem Zentrum doch schon fast mediterranes Flair aus. Und was liebt Oxana Lyniv an dieser Stadt?

"Ja, eben diese ganz besondere Atmosphäre, die ich auch bis jetzt, obwohl ich jetzt sehr viel reise, kaum noch woanders auf der Welt finde. Also sehr herzliche Leute, auch sehr emotionelle, und eben diese etwas entspanntere Atmosphäre, aber auch sehr schöpferisch."

Als Künstlerin will die 39-jährige die engen kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und der Westukraine wieder entdecken und in Graz auch Werke ukrainischer Komponisten heimisch machen; das Einleben in der Steiermark wird ihr nicht schwer fallen:

"Ich habe schon eine Wohnung gefunden; und vom ersten Blick an hat mich Graz sofort an Lemberg erinnert; deswegen fühle ich mich da sehr, sehr wohl."

Das Lemberger Publikum war von ihrem Festival hingerissen; in Graz wird Lyniv zunächst vor allem bei Konzerten eigene Akzente setzen.

Detail

Im September tritt die Ukrainerin Oksana Lyniv ihr Amt als musikalische Leiterin der Grazer Oper und der Grazer Philharmonie an. Lyniv war in den vergangenen zwei Jahren Assistentin des Generalmusikdirektors der Bayrischen Staatsoper. Die 39-jährige Lyniv wurde in Brodi, in der Stadt Josef Roths geboren; ihre erste höhere musikalische Ausbildung erhielt sie dann in Lemberg, auf Ukrainisch Lviv, der Metropole der Westukraine; dort lebte auch mehr als 25 Jahre lang der jüngste Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Xaver Mozart; auch um sein Werk wiederzuentdecken hat Oxana Lyniv in Lemberg heuer zum ersten Mal das LvivMozArt-Festival veranstaltet; bei ihrer Arbeit beobachtet hat sie unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Berichtsinsert:

Christian Wehrschütz aus Lemberg

Kamera: Sascha Alexejev

Schnitt: Jaroslaw Sawitzkij

Inserts: Oksana Lyniv, Musikalische Leiterin der Grazer Oper

Gesamtlänge:2’17

140 Jahre lang war Lemberg Teil der Habsburger Monarchie, stark geprägt von deutscher, polnischer, jüdischer und ukrainischer Kultur. Sehr wichtig für das Musikleben war Franz Xaver Mozart, der hier 25 lebte, unterrichtete und komponierte; ihn nicht nur für die Ukraine wiederzuentdecken ist das Ziel von Oksana Lyniv; daher begann ihr Festival auch mit zwei Werken des Mozart-Sohns; Lyniv macht einen zierlichen Eindruck; als Dirigentin strahlt sie aber enorme Energie aus, führt Orchester und Sänger mit großer Disziplin aber auch mit Herzlichkeit. Ihre Alma Mater ist die Lemberger Musikakademie, doch Musik wurde ihre bereits im Geburtsort Brodi in die Wiege gelegt, denn Mutter und Vater sind Musiker:

„Als ich ganz klein war, mein Vater hat gerne musiziert oder improvisiert oder auch Lieder selbst arrangiert, dann saß ich auf seinem Schoß und habe zugehört und habe ganz bedauert, dass ich damals noch nicht Klavier spielen konnte aber habe versucht schon mitzusingen. Das war einfach ganz natürlich, Musik zu machen, das habe ich schon im Kindergarten gewusst."

Lemberg liegt zwar in Osteuropa, strahlt aber mit seinen vielen Kaffes und seinem Zentrum doch schon fast mediterranes Flair aus. Und was liebt Oxana Lyniv an dieser Stadt?

"Ja, eben diese ganz besondere Atmosphäre, die ich auch bis jetzt, obwohl ich jetzt sehr viel reise, kaum noch woanders auf der Welt finde. Also sehr herzliche Leute, auch sehr emotionelle, und eben diese etwas entspanntere Atmosphäre, aber auch sehr schöpferisch."

Als Künstlerin will die 39-jährige die engen kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und der Westukraine wieder entdecken und in Graz auch Werke ukrainischer Komponisten heimisch machen; das Einleben in der Steiermark wird ihr nicht schwer fallen:

"Ich habe schon eine Wohnung gefunden; und vom ersten Blick an hat mich Graz sofort an Lemberg erinnert; deswegen fühle ich mich da sehr, sehr wohl."

Das Lemberger Publikum war von ihrem Festival hingerissen; in Graz wird Lyniv zunächst vor allem bei Konzerten eigene Akzente setzen.