Firtasch zu Auslieferungsbegehren der USA

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2017-03-13 19:30

Einleitung



Volle drei Jahre währt nun bereits in Österreich das Tauziehen um die Auslieferung des ukrainischen Geschäftsmannes Dmitri Firtasch an die USA. Im Februar 2017 erklärte das Oberlandesgericht Wien im Gegensatz zum Beschluss der ersten Instanz die Auslieferung nun für zulässig. Doch der Rechtsstreit wird noch Monate dauern. Im Exklusiv-Interview für den ORF wirft Dmitri Firtasch den USA vor, seine Rückkehr in die Ukraine verhindern zu wollen

Detail

Volle drei Jahre währt nun bereits in Österreich das Tauziehen um die Auslieferung des ukrainischen Geschäftsmannes Dmitri Firtasch an die USA. Im Februar 2017 erklärte das Oberlandesgericht Wien im Gegensatz zum Beschluss der ersten Instanz die Auslieferung nun für zulässig. Doch der Rechtsstreit wird noch Monate dauern. Im Exklusiv-Interview für den ORF wirft Dmitri Firtasch den USA vor, seine Rückkehr in die Ukraine verhindern zu wollen



Berichtsinsert: Christian Wehrschütz



Insert1: Dmitri Firtasch, ukrainischer Geschäftsmann



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Der 51-jährige Dmitri Firtasch zählt in der Ukraine zu den wirtschaftlichen Schwergewichten. Er beschäftigt 100.000 Mitarbeiter und besitzt den größten Privatsender des Landes. Firtasch soll über sehr gute Beziehungen nach Russland verfügen; er sieht sich daher als politisches Opfer der Ukraine- und Russland-Politik der USA



"Die Strategie der USA besteht darin, mich von der Ukraine fernzuhalten. Das ist für sie sogar wichtiger als meine Anwesenheit in den USA. Sie wollen verhindern, dass ich die Politik beeinflusse, weil ich eine völlig andere Sichtweise habe als die USA"



Firtaschs rasche Rückkehr in die Ukraine ist nicht zu erwarten, denn nun begehrt auch Spanien seine Auslieferung. Beide Verfahren dürften noch bis Jahresende dauern.