Geringere Wahlbeteiligung in Serbien

Serbien / Radio / Ö1Ö2Ö3 NR J17 J18 / 2017-04-02 17:00

Einleitung

In Serbien findet derzeit die erste Runde der Präsidentenwahl statt. Amtsinhaber Tomislav Nikolic tritt nicht wieder an; haushoher Favorit ist Ministerpräsident Alexander Vucic; insgesamt treten 11 Kandidaten zur Wahl an. Aus Belgrad berichtet Christian Wehrschütz:

Detail

In Serbien findet derzeit die erste Runde der Präsidentenwahl statt. Amtsinhaber Tomislav Nikolic tritt nicht wieder an; haushoher Favorit ist Ministerpräsident Alexander Vucic; insgesamt treten 11 Kandidaten zur Wahl an. Aus Belgrad berichtet Christian Wehrschütz:



Bei der heutigen Präsidentenwahl ist die Stimmbeteiligung bisher niedriger als vor fünf Jahren. Damals hatten um 14 Uhr 32 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben, heute waren es 29 Prozent. Wahlberechtigt sind 6,7 Millionen Bürger, tatsächlich im Land leben dürften aber nur 5,3 Millionen Serben. Für einen Sieg im ersten Durchgang braucht ein Kandidat aber ohnehin nur die absolute Mehrheit der abgegeben Stimmen. Nach Umfragen kann nur Alexander Vucic dieses Ziel erreichen. Eine niedrigere Wahlbeteiligung könnte ihm nützen, weil seine Wähler eher diszipliniert sind. Allen anderen zehn Bewerbern werden nur einstellige Ergebnisse vorhergesagt. Vucics Gegenkandidaten sind vor allem unabhängige Kandidaten; die zerstrittene und marginalisierte Opposition konnte sich auf keinen gemeinsamen Bewerber einigen. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr; Ergebnisse werden für den späten Abend erwartet.