Vor spannder Wahl um die Plätze

Serbien / Fernsehen / ZiB1 / 2016-04-23 19:30

Einleitung

In Serbien finden morgen vorgezogene Parlamentswahlen statt; ausgeschrieben hat sie der konservative Ministerpräsident Alexander Vucic; er hofft auf eine neuerliche absolute Mehrheit, um dann in den kommenden vier Jahre die Beitrittsgespräche mit der EU so weit wie möglich abschließen zu können. Wahlberechtigt sind 6,7 Millionen Bürger; um ihre Stimmen werben 20 Listen.

Detail

In Serbien finden morgen vorgezogene Parlamentswahlen statt; ausgeschrieben hat sie der konservative Ministerpräsident Alexander Vucic; er hofft auf eine neuerliche absolute Mehrheit, um dann in den kommenden vier Jahre die Beitrittsgespräche mit der EU so weit wie möglich abschließen zu können. Wahlberechtigt sind 6,7 Millionen Bürger; um ihre Stimmen werben 20 Listen.



Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien



Insert1, Alexander Vucic, serbischer Ministerpräsident



Aufsager: Christian Wehrschütz aus Belgrad



Gesamtlänge: 1’22



Im Wahlkampf gab es einen Riesen und sechs Zwerge. Alexander Vucic eilte im Wahlkampf von Grundsteinlegung zu Werkseröffnung. Vucic nutzte Popularität und mediale Dominanz; 20.000 Anhänger kamen in Belgrad zur Schlusskundgebung:



"Im Stahlwerk in Smederovo haben 5.000 Menschen wieder Arbeit und Brot, können ihre Familien ernähren. Wir werden um jeden Arbeiter und um jede Fabrik kämpfen."



Vucic am nächsten kommen die Sozialisten von Außenminister Ivica Dacic, die mit 10 Prozent rechnen können. Ob sie weiter Vucics Koalitionspartner bleiben, ist offen. Weitere fünf Parteien haben die Chance, die Fünf-Prozent-Sperrklausel zu überspringen. Dazu zählen zwei ultranationalistische Gruppen, die gegen die EU und für eine Allianz mit Russland sind. Die einst starke Pro-EU-Partei DS hat sich mehrfach gespalten; sie und ihre politischen Epigonen müssen um den Einzug ins Parlament zittern.