Montenegrinische Grenze zu Albanien und Frontex

Montenegro / Fernsehen / ZiB1 / 2018-07-21 19:30

Einleitung

Ein Teil der neuen Balkan—Migrations-Route ist die Grenze zwischen Albanien und Montenegro, weil von Montenegro dann der Weg weiter nach Bosnien und von dort nach Slowenien führt. Allein beim Grenzabschnitt des Skutari-See verzeichnete die montenegrinische Polizei bisher 1960 Aufgriffe von Migranten, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es vier. Die Herausforderung für die Polizei liegt dabei vorwiegend im schwierigen Gelände an der grünen Grenze, die es zu überwachen gilt:

Detail

Ein Teil der neuen Balkan—Migrations-Route ist die Grenze zwischen Albanien und Montenegro, weil von Montenegro dann der Weg weiter nach Bosnien und von dort nach Slowenien führt. Allein beim Grenzabschnitt des Skutari-See verzeichnete die montenegrinische Polizei bisher 1960 Aufgriffe von Migranten, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es vier. Die Herausforderung für die Polizei liegt dabei vorwiegend im schwierigen Gelände an der grünen Grenze, die es zu überwachen gilt:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Montenegro

Insert1: Ratko Rondovic, Grenzpolizei Montenegro

Insert2: Berndt Körner, Stellvertretender Direktor von Frontex

Gesamtlänge: 1’33

170 Kilometer lang ist die Grenze zwischen Montenegro und Albanien; die Polizisten hier haben einen Abschnitt von 60 Kilometern Landgrenze zu überwachen, passierbar ist die Hälfte. Es sind oft Schmuggelrouten, an denen heuer bereits mehr als 800 Kilo Marihuana beschlagnahmt wurden. Diese Routen nutzen auch Migranten unter dem Einsatz technischer Hilfsmittel:

"Genutzt werden Mobiltelefone, Google-Maps, GPS-Koordinaten, und sogar auf YouTube gibt es Informationen, wie man die Grenze von Griechenland bis Bosnien passieren kann, wobei auch auf die Positionen von Polizei-Patrouillen hingewiesen wird."

Kaum genutzt wird der Grenzübergang Boschaj, der wichtigste zwischen Montenegro und Albanien. Als Beobachter der EU-Grenzschutz-Agentur FRONTEX im Einsatz ist hier ein Polizist aus Österreich. Die FRONTEX-Zentrale ist in Warschau; hier werden auch die Migrationsströme analysiert; 90 Prozent seien durch Schlepper organisiert;

"Um dieses Geschäftsmodell erfolgreich stören zu können, wird es gelten, dass man mit den Ursprüngen und den Transitgebieten dieser Migrationsströme stärker zusammenarbeitet als man es bisher getan hat."

Das gilt gerade auch für den Balkan, auf dem FRONTEX seine Präsenz bis Jahresende durch einen Einsatz in Albanien verstärken wird.