Tiroler Bundesheer führte Übung in Montenegro

Montenegro / Radio / Radio Tirol / 2017-07-11 12:00

Einleitung

Unter Führung des Jägerbataillons 24 aus Lienz haben Soldaten aus Montenegro, Mazedonien und Tiroler Gebirgsjäger eine Woche den Hochgebirgskampf im Norden von Montenegro geübt. Im Einsatz waren etwa 100 Soldaten, darunter 30 aus Tirol. Das Manöver ist Teil der militärischen Zusammenarbeit, die zwischen Österreich und Montenegro seit Jahren besteht. Die Streitkräfte des Balkan-Landes

Detail

Unter Führung des Jägerbataillons 24 aus Lienz haben Soldaten aus Montenegro, Mazedonien und Tiroler Gebirgsjäger eine Woche den Hochgebirgskampf im Norden von Montenegro geübt. Im Einsatz waren etwa 100 Soldaten, darunter 30 aus Tirol. Das Manöver ist Teil der militärischen Zusammenarbeit, die zwischen Österreich und Montenegro seit Jahren besteht. Die Streitkräfte des Balkan-Landes wurden erst mit der Unabhängigkeit Montenegros im Jahre 2006 aufgestellt und umfassen nur etwa 2.000 Soldaten. Gebirgsjäger aus Tirol haben Montenegro wiederholt beim Aufbau einer eigenen hochgebirgstauglichen Truppe unterstützt; aus Montenegro berichtet unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschüz:

Zentraler Schauplatz der Übung war eine Felswand im Raum Kolasin im Herzen Montenegros. Aufgabe der gemischten Gebirgskompanie war es, die feindlichen Kräfte zu spalten, wichtiges Gelände zu nehmen, um den Weg für nachrückende Angriffsteile freizumachen. Ziel der Übung war es auch, die Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der drei Staaten im Hinblick auf mögliche Friedenseinsätze zu verbessern; dazu sagt der Kommandant des Jägerbataillons 24, Oberst Bernd Rott:

"Mazedonien hat Ranger geschickt; also Spezialkräfte, die vor allem in der Aufklärung und in der technischen Aufklärung ihre Fähigkeiten einbringen. Montenegro ringt die Masse und die ortskundigen Soldaten als Kompanierückgrat, und Österreich bringt in den verschiedenen Bereichen die Spezialisten der 24iger ein."

So lag nicht nur die Übungsleitung in Tiroler Hand; das Jägerbataillon 24 stellte auch die Schützen des Überschweren Maschinengewehrs, eine wichtige Waffe im Hochgebirgskampf, um feindliche Scharfschützen bekämpfen zu können. Von Österreich geplant und geführt wurde auch die Bergrettung unter militärischen Einsatzbedingungen. Geübt wurde bei Temperaturen von teilweise mehr als 30 Grad Celsius; ausgezeichnete körperliche Fitness ist somit eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz. Der Balkan zählt zu den Schwerpunkten des österreichischen Bundesheeres; Soldaten sind in Friedensmissionen im Kosovo und in Bosnien und Herzegowina im Einsatz.