Montenegro zehn Jahre unabhängig

Montenegro / Fernsehen / ZiB1 / 2016-07-09 19:30

Einleitung

Im Sommer 2006 löste sich Montenegro durch ein Referendum aus dem Staatenbund mit Serbien. Zehn Jahre später steht das Land nun vor der Aufnahme in die NATO und auch bei den Beitrittsverhandlungen mit der EU liegt Montenegro deutlich vor Serbien. Weniger erfolgreich war Montenegro beim Kampf gegen die Korruption, die auch seine wirtschaftliche Entwicklung erschwert, obwohl es beim Tourismus an der Adria-Küste durchaus auch erfolgreiche Beispiele durch große ausländische Investoren gibt.

Detail

Im Sommer 2006 löste sich Montenegro durch ein Referendum aus dem Staatenbund mit Serbien. Zehn Jahre später steht das Land nun vor der Aufnahme in die NATO und auch bei den Beitrittsverhandlungen mit der EU liegt Montenegro deutlich vor Serbien. Weniger erfolgreich war Montenegro beim Kampf gegen die Korruption, die auch seine wirtschaftliche Entwicklung erschwert, obwohl es beim Tourismus an der Adria-Küste durchaus auch erfolgreiche Beispiele durch große ausländische Investoren gibt.



Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Montenegro



Insert1: Daliborka Uljarevic, Politologin in Podgorica



Aufsager: Christian Wehrschütz aus Montenegro



Gesamtlänge: 1’27



In der Bucht von Kotor liegt Porto Montenegro, einer Ferienanlage für jene, die für ein Apartment mindestens 400.000 Euro hinlegen können. Für Superjachten gibt es mehr als 120 Anlegeplätze. Doch auch große Bausünden prägen die Küste, eine Folge von Wirtschaftskrise und Korruption, die nicht zuletzt blüht, weil Milo Djukanovic und seine Partei Montenegro seit 25 Jahren regieren. Im Parlament in Podgorica beschimpfte ihn die Opposition jüngst als Gauner. Innenpolitisch wächst der Druck, die Korruption auch der politischen Elite zu bekämpfen:



„Ich glaube, dass Milo Djukanovic bereit ist, jeden zu opfern, mit Ausnahme von sich selbst und seiner Familie. Djukanovic zeigt nun eine Kompromissbereitschaft, die es zu nutzen gilt. Alles hängt davon ab, ob die Opposition fähig sein wird, Änderungen herbeizuführen.“



Ob das der zerstrittenen Opposition bei der Parlamentswahl im Oktober gelingt, ist fraglich, obwohl viele Montenegriner mit Regierung und Wirtschaftslage unzufrieden sind.