Kurz in Mazedonien

Mazedonien / Radio / Ö1Ö2Ö3 NR / 2017-02-13 06:00

Einleitung

Vor knapp einem Jahr schlossen die Staaten des ehemaligen Jugoslawien auf Betreiben Österreichs die Balkanroute für Migranten und Flüchtlinge. Die Hauptlast dabei trug Mazedonien durch seine Grenze zu Griechenland. Sie hat Außenminister Sebastian Kurz gestern besucht; Christian Wehrschütz berichtet:

Detail

Vor knapp einem Jahr schlossen die Staaten des ehemaligen Jugoslawien auf Betreiben Österreichs die Balkanroute für Migranten und Flüchtlinge. Die Hauptlast dabei trug Mazedonien durch seine Grenze zu Griechenland. Sie hat Außenminister Sebastian Kurz gestern besucht; Christian Wehrschütz berichtet:



Vom Auffanglager Idomeni an der mazedonischen Grenze ist nichts mehr zu sehen. Mehr als zehntausend Menschen campierten hier, an Spitzentagen nutzen 2015 bis zu 15.000 Personen die Balkanroute. Die einstigen Wege sind verwaist; mit Blick auf Idomeni und die Zahlen des Jahres 2015 zieht Sebastian Kurz folgende Bilanz:



"Wir haben es geschafft, dass durch die Schließung der Westbalkanroute die Zahl an Migranten um 98 Prozent gesenkt werden konnte.“



Doch die Balkanroute ist bei Mazedonien nur deshalb weitgehend gesichert, weil der 30-Kilometer lange doppelreihige Drahtzaun ebenso wie die grüne Grenze zu Griechenland ständig überwacht werden; etwa 10 Migranten werden in dieser kalten Jahreszeit im Durchschnitt pro Tag aufgegriffen. Im Kampf gegen die Schlepper stehen auch 20 Polizisten aus Österreich; von ihnen wurde Sebastian Kurz in die praktische Überwachung der Grenze eingewiesen. Insgesamt sind hier mehr als 130 Polizisten aus sieben Staaten im Einsatz.