Berichte Bosnien


Name Typ Einleitungstext Sendung Datum
Der Fall David Dragicevic
Fernsehen

Das Schlimmste, was es für Eltern gibt, ist es wohl, ihren Kindern ins Grab nachschauen zu müssen. Dieses Schicksal traf die Familie von Damir Dragicevic Mitte März dieses Jahres. Ihr 21-jähriger Sohn David war sechs Tage verschwunden ehe seine Leiche an der Mündung eines Flusses in Banja Luka gefunden wurde. Polizei und staatliche Medien präsentierten den Fall als den Tod eines Drogensüchtigen, der nach einem Einbruch Selbstmord beging. Daraufhin gingen die Eltern und viele Bürger auf die Barrikaden und die Proteste dauern auch noch fast vier Monate nach Davids Tod an. Auf Facebook bildete sich eine Gruppe, die bereits mehr als 320.000 Mitglieder zählt und „Gerechtigkeit für David“ fordert, die es bis heute allerdings nicht gibt:

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Heute Mittag in Österreich 2018-07-11
Lage der Migranten in Velika Kladusa
Fernsehen

Während die EU weiter um eine gemeinsame Politik gegenüber Migranten ringt, steigen in Bosnien und Herzegowina die Zahlen. Mehr als 7.000 Migranten sind heuer bereits über Serbien und über die Nebenroute von Griechenland nach Albanien und Montenegro nach Bosnien gekommen. Ein Brennpunkt ist die Gemeinde Velika Kladusa ganz im Nordwesten, im Grenzgebiet zu Kroatien. Während die lokalen Politiker streiten, kommt Hilfe nur von privaten und internationalen Organisationen

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ZiB1 2018-07-07
Die neue Balkanroute
Zeitung „Die aktuelle Lage entlang der Balkan-Route erinnert mich an das Frühjahr 2015.“ – So beschreibt ein hochrangiger Polizeioffizier eines Balkan-Landes seine Eindrücke über die steigenden Migrationszahlen, deren Ausgangspunkt neuerlich die EU-Außengrenze zwischen der Türkei und Griechenland bildet. Massiv betroffen sind wieder die griechischen Inseln; zu Wochenbeginn waren dort nach Angaben der Behörden fast 17.000 Migranten und Flüchtlinge registriert, wobei einige Inseln massiv überbelegt sind. Der Transport auf das griechische Festland ist nur eine Frage der Zeit... Kronen Zeitung 2018-06-17
Innenministergipfel in Sarajewo
Fernsehen

Auf der Balkan-Route von Griechenland bis nach Slowenien sind derzeit 80.000 Migranten unterwegs; 60.000 davon in Griechenland, 20,000 im ehemaligen Jugoslawien und Albanien. Das sind Schätzungen der Polizeibehörden vor Ort. In Sarajewo fand daher heute eine Konferenz der Innenminister der betroffenen Staaten statt; einhelliger Tenor: die Krise des Jahres 2015 dürfe sich nicht wiederholen:

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ZiB1 2018-06-07
Lokalaugenschein an der Nebenroute des Balkan
Fernsehen Am Balkan wird die klassische Route für die Migration weiter stark überwacht. Doch zunehmend Ankünfte aus der Türkei nach Griechenland sowie die Visafreiheit, die zwischen Serbien und dem Iran sowie zwischen der Türkei und Bosnien besteht, führt seit einigen Monaten nun wieder zu stark steigenden Migrationsbewegungen. Ein Brennpunkt der neuen Route ist nun Bosnien und Herzegowina; seine Außengrenze mit Kroatien ist mehr als 1000 Kilometer lang und die kroatische... ZiB2 2018-06-05
Lokalaugenschein an der Nebenroute des Balkan
Zeitung

Die Gemeinde Velika Kladusa liegt ganz im Nordwesten von Bosnien und Herzegowina, keine fünf Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt. Am Ortsrand der Gemeinde an einem Flüsschen auf einem Feld steht ein Lager mit kleinen Zelten, das gestern etwa 70 Personen beherbergte. Iraker, Syrer, Pakistani und Iraner sehen wir, wobei junge Männer stark vertreten aber auch Familien mit kleinen Kindern zu sehen sind. Versorgt wird das Lager von lokalen Helfern aus Velika Kladusa mit Nahrung, Kleidung oder Medikamenten.

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Kleine Zeitung 2018-06-03
Das Leben vergewaltigter Frauen und ihrer Kinder in Bosnien
Radio Während des Krieges in Bosnien und Herzegowina wurden nach Angaben des Haager Tribunals mindestens 20.000 bosniakische Frauen durch Serben und Kroaten vergewaltigt. Seit mehr als zehn Jahren haben diese Frauen nun die Möglichkeit, den Status eines Kriegsopfers zu bekommen. Tatsächlich bekommen haben diesen Status bisher nur 800 Frauen, die damit auch eine Art Kriegsopferrente von 250 Euro im Monat erhalten. Noch völlig ungeregelt ist aber der Status der Kinder, die als Resultat dieser Vergewaltigungen geboren wurden. In Sarajewo befasste sich jüngst eine international besetzte Konferenz mit dem Schicksal dieser Kinder des Krieges. Zum ersten Mal gemeinsam traten bei dieser... Europjajournal 2018-05-25
Frauenschicksale des Krieges
Fernsehen Während des Krieges in Bosnien und Herzegowina wurden nach Angaben des Haager Tribunals mindestens 20.000 bosniakische Frauen durch Serben und Kroaten vergewaltigt. Seit mehr als zehn Jahren haben diese Frauen nun die Möglichkeit, den Status eines Kriegsopfers zu bekommen. Tatsächlich bekommen haben diesen Status bisher nur 800 Frauen, die damit auch eine Art Kriegsopferrente von 250 Euro im Monat erhalten. Noch völlig ungeregelt ist aber der Status der Kinder, die als Resultat dieser Vergewaltigungen geboren wurden. In Sarajewo befasste... ZiB2 2018-05-15
Geringer Arabischer Einfluss in Bosnien
Radio Bosnien und Herzegowina ist das einzige Land Europas mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit; auch daher steht das Land natürlich seit der Zunahme des islamischen Fundamentalismus unter Beobachter; aus Bosnien kämpften 200 Freiwillige in Syrien, 40 fielen, 40 wurden bei der Rückkehr verhaftet und 120 stehen unter Beobachtung. Trotzdem sind Befürchtungen über einen massiv wachsenden Einfluss arabischer Staaten in Bosnien stark übertrieben. In engen... FJ7 2018-02-24
Bosnien wird zur Ausweichroute für Migranten
Radio Bosnien und Herzegowina verzeichnet einen starken Anstieg illegaler Migranten; die absoluten Zahlen sind zwar noch sehr klein, die Zunahme ist aber drastisch; waren es 2016 noch 100 Personen, so waren es im Vorjahr bereits mehr als 700 und in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits mehr als 300. Ein Grund für den Anstieg ist die Schließung der traditionellen Balkan-Route im März 2016, ein weiterer... FJ7 2018-02-23
Geringer Arabischer Einfluss in Bosnien
Fernsehen Bosnien und Herzegowina ist das einzige Land Europas mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit; auch daher steht das Land natürlich seit der Zunahme des islamischen Fundamentalismus unter Beobachter; aus Bosnien kämpften 200 Freiwillige in Syrien, 40 fielen, 40 wurden bei der Rückkehr verhaftet und 120 stehen unter Beobachtung. Trotzdem sind Befürchtungen über einen massiv wachsenden Einfluss arabischer Staaten in Bosnien stark übertrieben. In engen... ZiB2 2018-02-23
Kneissl zum ersten Mal am Balkan
Fernsehen Bosnien und Herzegowina ist der größte Problemfall im ehemaligen Jugoslawien; auch mehr als 20 Jahre nach Kriegsende haben Bosniaken, Serben und Kroaten kein gemeinsames Staatsbewusstsein entwickelt; die Auswanderung ist stark, die Korruption blüht. Hinzu kommt das Spiel mit dem Separatismus der bosnischen Serben, die enge Beziehungen zur FPÖ-Führung haben... ZiB1 2018-02-22
Vor dem Urteil gegen Mladic in Den Haag
Radio Das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien verkündet in einer Stunde eines seiner wichtigsten Urteile, das gegen den ehemaligen General der bosnischen Serben, Ratko Mladic. Dem nun 75-jährigen Mladic werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zur Last gelegt; dazu zählen der Terror gegen die Bevölkerung des belagerten Sarajewo sowie das Massaker von Srebrenica, das monströseste Verbrechen der Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien; 7.500 Männer wurden nach der Eroberung der UNO-Schutzzone durch die Truppen... FJ7 2017-11-22
Das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien verkündet in einer Stunde eines seiner wichtigsten Urteile, das gegen den ehemaligen General der bosnischen Serben, Ratko Mladic. Dem nun 75-jährigen Mladic werden Völkermord, Verbrechen gegen di
Fernsehen Das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien verkündet in einer Stunde eines seiner wichtigsten Urteile, das gegen den ehemaligen General der bosnischen Serben, Ratko Mladic. Dem nun 75-jährigen Mladic werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zur Last gelegt; dazu zählen der Terror gegen die Bevölkerung des belagerten Sarajewo sowie das Massaker von Srebrenica, das monströseste Verbrechen der Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien:... ZiB9 2017-11-22
Lebenslänglich für Ratko Mladic
Fernsehen Lebenslänglich für Ratko Mladic, den ehemaligen General der bosnischen Serben, so lautet das Urteil des Haager Tribunals. Schuldig gesprochen wurde Mladic wegen des Massakers an mehr als 7.500 Bosniaken in Srebrenica im Juli 1995 sowie wegen anderer Kriegsverbrechen, wie etwa dem Terror gegen die Zivilbevölkerung im belagerten Sarajewo. Die Angehörigen seiner Opfer nahmen das Urteil mit Zufriedenheit ab, doch bei so mancher Mutter überwog auch heute der Schmerz:... ZiB1 2017-11-22
Lebenslang für Mladic und die Folgen
Fernsehen Lebenslänglich für Ratko Mladic, den ehemaligen General der bosnischen Serben, so lautet das Urteil des Haager Tribunals. Schuldig gesprochen wurde Mladic wegen des Massakers an mehr als 7.500 Bosniaken in Srebrenica im Juli 1995 sowie wegen anderer Kriegsverbrechen, wie etwa dem Terror gegen die Zivilbevölkerung im belagerten Sarajewo, wegen der Verantwortung für vielfachen Mord und der unmenschlichen Behandlung von Gefangenen. Während Ratko Mladic vielen bosnischen Serben aber auch in Serbien weiter als Held gilt nahmen die Hinterbliebenen seiner Opfer das Urteil mit Zufriedenheit aber auch mit gemischten Gefühlen auf:... ZiB2 2017-11-22
Interview mit Milorad Dodik zur Lage in Bosnien und zur Rolle Russlands am Balkan
Radio Fast 20 Jahre sind seit dem letzten Krieg im ehemaligen Jugoslawien vergangen, doch eine dauerhafte Stabilisierung der Region unter Führung von EU und NATO wurde noch immer nicht erreicht. Dieser ernüchternde Befund gilt am stärksten für Bosnien und Herzegowina, ein Jugoslawien im Kleinformat, in dem muslimische Bosniaken, Serben und Kroaten noch immer zu keiner gemeinsamen staatlichen Identität gefunden haben, obwohl die wirtschaftliche... MiJ 2017-09-01
20 Jahre Hilfswerk Austria in Bosnien und m Balkan
Fernsehen Seit dem blutigen Zerfall des ehemaligen Jugoslawien hat Österreich am Balkan in großem Ausmaß humanitäre Hilfe geleistet. Am bekanntesten ist wohl die Aktion „Nachbar in Not“. Weniger bekannt aber insgesamt nicht weniger bedeutsam ist die Arbeit der Organisation Hilfswerk Austria, die seit 20 Jahren in Bosnien und Herzegowina tätig ist. In dieser Zeit hat das Hilfswerk mehr als 5.000 Häuser wieder aufgebaut, mehr als 16.000 Vertriebenen bei der Rückkehr geholfen und Projekte im Wert von 67 Millionen Euro abgewickelt. Das Geld stammt vorwiegend von der Europäischen Union, dem UNHCR, ... Heute Mittag 2017-01-12
Salzburger Rückkehrer in Derventa
Fernsehen Im ehemaligen Jugoslawien sind verstärkt auch Firmen aus Salzburg tätig. Sechs von ihnen haben Niederlassungen und Fabriken in der nordbosnischen Stadt Derventa; sie liegt nur eine halbe Autostunde vom EU-Land Kroatien und der Autobahn entfernt, die von Belgrad bis nach Salzburg führt. Genutzt werden in Derventa die niedrigen Lohnkosten und die Tatsache, dass bei der Betriebsansiedlung auch das Kind einer ehemaligen Gastarbeiterfamilie hilft, die in einem Hotel in Fuschl am See gearbeitet hat... Salzburg Radio Aktuell 2016-09-27
Salzburger Firmen und ein Rückkehrer
Fernsehen Im ehemaligen Jugoslawien sind verstärkt auch Firmen aus Salzburg tätig. Sechs von ihnen haben Niederlassungen und Fabriken in der nordbosnischen Stadt Derventa; sie liegt nur eine halbe Autostunde vom EU-Land Kroatien und der Autobahn entfernt, die von Belgrad bis nach Salzburg führt. Genutzt werden in Derventa die niedrigen Lohnkosten und die Tatsache, dass bei der Betriebsansiedlung auch das Kind einer ehemaligen Gastarbeiterfamilie hilft, die in einem Hotel in Fuschl am See gearbeitet hat. ... Salzburg Heute 2016-09-27