Sozialist Edi Rama vor absoluter Mehrheit in Albanien

Albanien / Fernsehen / ZiB1 / 2017-06-26 19:30

Einleitung

Bei der gestrigen Parlamentswahl in Albanien hat der sozialistische Ministerpräsident Edi Rama die absolute Mehrheit gewonnen. Zwar liegt noch kein vorläufiges Endergebnis vor, weil noch immer ausgezählt wird; doch klar ist bereits, dass Ramas sozialistische Partei mehr als 71 Mandate im Parlament gewann, das 140 Sitze zählt. Einen historischen Tiefststand erreichte die Wahlbeteiligung mit 45 Prozent; vor vier Jahren waren es noch 54 Prozent:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Tirana

Insert1: Afrim Krasniqi, Politologe in Tirana

Aufsager: Christian Wehrschütz aus Tirana

Gesamtlänge: 1’24

Detail

Bei der gestrigen Parlamentswahl in Albanien hat der sozialistische Ministerpräsident Edi Rama die absolute Mehrheit gewonnen. Zwar liegt noch kein vorläufiges Endergebnis vor, weil noch immer ausgezählt wird; doch klar ist bereits, dass Ramas sozialistische Partei mehr als 71 Mandate im Parlament gewann, das 140 Sitze zählt. Einen historischen Tiefststand erreichte die Wahlbeteiligung mit 45 Prozent; vor vier Jahren waren es noch 54 Prozent:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Tirana

Insert1: Afrim Krasniqi, Politologe in Tirana

Aufsager: Christian Wehrschütz aus Tirana

Gesamtlänge: 1’24

Muslimische Albaner gestern beim Morgengebet am Skanderbeg-Platz. Das Ende des Fastenmonat Ramadan und der Beginn des Bajram fielen mit dem Wahltag zusammen. Das mag mit ein Grund für die die geringe Wahlbeteiligung sein, von der Edi Rama profitierte; der amtierende Ministerpräsident wurde offenbar als das kleinere Übel betrachtet; hinzu kommt die gute Organisation seiner Partei:

0'27'4 - 35'6

"Die Partei, die die beste und stärkste Struktur hat, die ein Potential der Mobilisierung hat, die hat die Wahlen gewonnen.“

Diese Mobilisierung gelang Lulzim Basha nicht; der Vorsitzende der oppositionellen Demokraten erlitt selbst in traditionellen Hochburgen in Nordalbanien eine Niederlage. Der Wahltag verlief ruhig, war aber von traditionellen Mängeln begleitet; Stimmenkauf, versuchte Beeinflussung von Wählern durch Parteiaktivisten, Missachtung der Wahlordnung. Die internationalen Wahlbeobachter kritisierten das zum wiederholten Male, geändert hat sich bisher nichts.