Vucic siegte im ersten Wahlgang

Albanien / Fernsehen / ZiB1 / 2017-04-03 19:30

Einleitung

Alexander Vucic ist gestern bereits im ersten Durchgang zum Präsident Serbiens gewählt worden. Der noch amtierende Ministerpräsident deklassierte seine Gegner. Vucic gewann 55 Prozent der Stimmen, das ist um 12 Prozent mehr als seine 10 Gegenkandidaten zusammen erreichten. Vucic will Serbien in die EU führen, gleichzeitig setzt er aber auch gute Beziehungen zu Russland und China. Wer ihm als Ministerpräsident nachfolgen wird, ist offen, Vorsitzender der stärksten Regierungspartei will Vucic bleibt. Fortsetzen will er auf jeden Fall den Reformkurs und die wirtschaftliche Gesundung; noch

Detail

Alexander Vucic wird neuer Präsident Serbiens. Im ersten Durchgang der Präsidentenwahl erreichte der amtierende Ministerpräsident Alexander Vucic gestern 55 Prozent der Stimmen und damit die nötige absolute Mehrheit für den Sieg. Nicht mehr angetreten ist der amtierende Präsident Tomislav Nikolic, der mit dem Auslaufen seiner Amtszeit Ende Mai in Pension geht. Unklar ist, wer Vucic als Regierungschef nachfolgen wird. Die Wahlbeteiligung lag gestern bei 55 Prozent und war damit etwa niedriger als vor fünf Jahren.



Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Belgrad



Insert1: Alexander Vucic, Ministerpräsident und künftiger Präsident Serbiens



Aufsager: Christian Wehrschütz aus Belgrad



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Alexander Vucic deklassierte seine 10 Gegenkandidaten klar. Vucic bekam 12 Prozent mehr Stimmen als alle Mitbewerber zusammen. Der Zweitplatzierte, der ehemalige Volksanwalt Sascha Jankovic, erreichte mit 16 Prozent einen Achtungserfolg, hat aber keine eigene Partei, um dieses Potential nützen zu können. Dritter wurde Ljubisa Preletacevic Beli mit mehr als 9 Prozent. Beli, der mit Klamauk und Satire ohne Budget über das Internet seinen Wahlkampf führte, ließ bekannte Oppositionspolitiker klar hinter sich. Für die zerstrittene Opposition war die Wahl ein Debakel. Dagegen bestätigte Vucic seine Rolle als starker Mann Serbiens:



„Eine große Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, dass wir den europäischen Kurs Serbiens fortsetzen unter Bewahrung der traditionell freundschaftlichen Beziehungen, die wir mit Russland und China haben.“



Vucic ließ offen, wer ihm als Regierungschef nachfolgt; Vorsitzender der stärksten Regierungspartei will er bleibt.