20 Jahre steirische Hilfsorganisation Albania-Austria

Albanien / Fernsehen / Steiermark Heute / 2012-11-30 19:00:00

Einleitung

Albanien hat dieser Tage den hundertsten Jahrestag seiner Staatsgründung gefeiert. 1912 wurde der Staat unter massiver Fürsprache der Habsburger Monarchie geboren. Seit 20 Jahren trägt auch die Steirerin Marianne Graf mit ihrer Organisation Alba

Detail


Albanien hat dieser Tage den hundertsten Jahrestag seiner Staatsgründung gefeiert. 1912 wurde der Staat unter massiver Fürsprache der Habsburger Monarchie geboren. Seit 20 Jahren trägt auch die Steirerin Marianne Graf mit ihrer Organisation Albania-Austria massiv dazu bei, nicht nur die Not zu lindern, sondern den Albanern eine Entwicklungsperspektive zu bieten. Schulen, Kindergärten und Ambulanzen wurden gebaut, Brunnen gegraben und Bäume gepflanzt; möglich wurde das dank vieler Spender aus der Steiermark und ganz Österreich.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Albanien

Insert1: Marianne Graf, Leiterin der Hilfsorganisation Albania-Austria

Gesamtlänge: 2’05


Das Land der Skipetaren ist ein Land großer Gegensätze. So hat sich die Hauptstadt Tirana gut entwickelt und zu den Feiern der Staatsgründung in den Nationalfarben schwarz und rot festlich geschmückt. Weit weniger entwickelt ist das landschaftlich reizvolle Nordalbanien; der ländliche Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen, obwohl es erste Ansätze gibt wie diesen Bauernhof. Mit Spenden von Marianne Grafs Hilfsorganisation finanziert, finden westliche Rucksacktouristen hier nun eine akzeptable Unterkunft und eine Verpflegung, die die traditionelle Küche Albaniens widerspiegelt und sehr wohlschmeckend und nahrhaft ist.

"Albanien hat mehr als 74 Prozent Bergland, und welche andere Möglichkeit gibt es da. Aber es ist ein fast dramatisch wunderschönes Land, und das gilt es vor den Vorhang zu holen. … Der Vorteil von Albanien im ländlichen Tourismus ist der, dass man von den Nahrungsmittel angefangen wirklich Nahrungsmittel hat, die aus der Gegend kommen, über-bio sind."

Dem Kampf gegen die Abwanderung dienten auch viele andere Projekte. So wurden im Dorf Velaj an 120 Familen Obstbäume verteilt. Dadurch sollten die Lebensgrundlagen verbessert sowie Produktion und Verkauf angekurbelt werden. Spenden ermöglichten auch das Pflanzen von mehr als 30.000 Bäumen, um die Erosion zu bekämpfen, die auch in der Gemeinde Rubik in Nordalbanien ein großes Problem bildete. Schulen, ein Bildungszentrum für Frauen und Jugendliche hat Albania-Austria in Rubik ebenfalls gebaut. Die Gemeinde benannte daher eine Straße nach Marianne Graf, und in der Stadt Shkodra verlieh ihr die Universität vor einigen Jahren die Ehrendoktorwürde. Seit einigen Jahren ist Graf auch Honorarkonsulin Albaniens in der Steiermark, denn Ministerpräsident Sali Berisha weiß, was sein Land der Hilfe von Albania-Austria alles zu verdanken hat.